08.02.2012, Bochum
09.02.2012, Berlin
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Im Memorandum sind die Ziele des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen festgehalten. Es wurde im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 17.06.2008 von allen Paktpartnerinnen und -partnern unterzeichnet. Weitere 24 Paktpartnerinnen und -partner unterzeichneten das Memorandum am 27.08.2009.
Berlin, den 17. Juni 2008
Bildung und Qualifizierung sind der Schlüssel für die Zukunft unseres Landes und aller Bürgerinnen und Bürger. Die Sicherung des Wirtschaftswachstums ist nur mit gut qualifizierten Fachkräften möglich. Deshalb ist es eine Frage der Zukunftsvorsorge, dass alle Menschen in Deutschland ihre Fähigkeiten und Talente voll entfalten können.
Der konjunkturelle Aufschwung, die Veränderung der Wirtschaftstruktur und die demographische Entwicklung führen zu einer stark steigenden Nachfrage nach Fachkräften. In vielen Branchen und Regionen ist bereits Fachkräftemangel erkennbar. Besonders Fachkräfte mit Abschlüssen in den Fächern Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften („MINT-Fächer“) werden gesucht. Um in Deutschland auch künftig einen Innovations-vorsprung im MINT-Bereich zu sichern, müssen alle Potenziale genutzt werden.
Immer mehr Mädchen und Frauen erwerben in ihrer schulischen Laufbahn hervorragende Qualifikationen für technische und naturwissenschaftliche Berufe. Viele Mädchen und Frauen interessieren sich für Naturwissenschaften und Technik. Sie sind ein wichtiges Potenzial für die zunehmende Zahl wissensintensiver Arbeitsplätze in Deutschland. Ihr Anteil an Ausbildungs- und Studiengängen im MINT-Bereich ist jedoch viel zu niedrig. Internationale Vergleiche zeigen, dass Frauen in vielen anderen Ländern in wesentlich höherem Umfang in technischen und naturwissenschaftlichen Studienfächern präsent sind als in Deutschland.
Um Mädchen und Frauen zu gewinnen, müssen zahlreiche Anstrengungen in allen Bildungsbereichen unternommen werden. Die Interessen und Kompetenzen von Mädchen müssen in der Schule und im Rahmen von außerschulischen Angeboten gefördert werden. Es bedarf einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, um die Berufsbilder in Technik und Naturwissenschaften zutreffend zu vermitteln. Unternehmen, Gewerkschaften, Verwaltung, Kammern und Verbände müssen weiterhin aktiv dazu beitragen, reale Berufsbilder in der breiten Öffentlichkeit darzustellen, die die aktuellen Herausforderungen in den wissens-basierten und dienstleistungsorientierten Tätigkeitsfeldern aufgreifen. Technische und naturwissenschaftliche Fachbereiche und Fakultäten sind aufgerufen, die Attraktivität ihrer Studiengänge darzustellen und jungen Frauen, ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern zielgruppengerecht zu vermitteln. Persönliche Kontakte zwischen jungen Frauen und erfolgreichen Frauen aus MINT-Berufen liefern darüber hinaus wichtige Impulse für die Studien- und Berufsorientierung. Besonders wichtig ist dabei, den jungen Frauen deutlich zu machen, dass für sie in diesen Berufen attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.
Als Unterzeichnende dieses Memorandums ist es unser erklärtes Ziel, insbesondere während der Laufzeit des Paktes mehr Mädchen und Frauen für die MINT-Studiengänge und -berufe zu begeistern. Wir wollen einen Beitrag leisten, um
Vor diesem Hintergrund verpflichten wir uns für mindestens drei Jahre zur grundsätzlichen Unterstützung des Paktes für Frauen in MINT-Berufen durch Beteiligung an den gemeinsamen Öffentlichkeitsaktionen und Aktivitäten, oder durch eigene Materialien bzw. konkrete Maßnahmen beispielsweise durch
Die Bundesregierung wird in Kooperation mit einzelnen Partnern zunächst folgende gemeinsame Aktivitäten starten und damit zusätzliche Angebote für mindestens 20.000 Mädchen und Frauen schaffen:
Die Koordinierung des Paktes übernimmt die vom BMBF geförderte Geschäftsstelle. Sie stellt insbesondere den gemeinsamen Internetauftritt und die Präsentation aller Angebote in Form einer Aktionslandkarte, die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie die Ausweitung des Paktes auf weitere Mitglieder insbesondere aus der Wirtschaft sicher.
Berlin, den 17.6.2008
Das Memorandum zum Download finden Sie hier als PDF: