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English information about the Pact for MINT-Professions
Foto Studentin mit Windraedern

Was ist MINT?

Gerade Fachkräfte mit Abschlüssen aus den MINT- Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und hervorragende Berufsaussichten.

Dass technische und naturwissenschaftliche Berufe attraktive Karriere- und Verdienstmöglichkeiten - für beide Geschlechter bieten, zeigt auch eine im Juli 2008 veröffentliche Studie der Hochschul-Informations-Systems GmbH (HIS). Mit 97 Prozent sind fast alle Fachhochschulabsolventen der Fächer Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen erwerbstätig. Ihre Gehälter liegen weit über dem Durchschnitt.

Doch gerade junge Frauen nutzen das Potenzial in diesen Zukunftsberufen bislang nur unzureichend.
Obwohl die Studienanfängerinnen im Jahr 2007 etwa die Hälfte aller Erstsemester an deutschen Hochschulen stellten, entschieden sich nur weniger als ein Viertel (23%) für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium.

  • Die Ingenieurlücke (die Differenz aus gesamtwirtschaftlich offenen Stellen und arb • eitslos gemeldeten Fachkräften) liegt im Mai 2010 bei 29.000 Personen. Strukturell wird sich aber mittelfristig eine deutlich größere Lücke ergeben: Allein aus demografischen Gründen müssen bis 2014 jährlich 49.000 und zwischen 2015 und 2020 jährlich 59.000 altersbedingt ausscheidende MINT-Akademikerinnen und -Akademiker ersetzt werden. Darüber hinaus werden jährlich zusätzlich 52.000 Hochschulabsolventinnen und -absolventen im MINT-Bereich benötigt. Potenzial ist besonders bei den jungen Frauen vorhanden. (Quelle: IW Köln: Kurzstudie MINT-Meter – MINT-Lücke in Deutschland und Indikatoren im internationalen Vergleich, März 2010, VDI Ingenieurmonitor. Der Arbeitsmarkt für Ingenieure im März 2010)
  • Frauen sind so gut ausgebildet wie nie zuvor. Ihr Anteil an den Abiturienten beträgt 56 % im Jahr 2008. (Quelle: Statistisches Bundesamt – Allgemeinbildende Schulen Schuljahr 2008/09, Fachserie 11 Reihe 1 – 2008/09, Abitur und Fachhochschulreife)
  • 40 % der studienberechtigten jungen Frauen sind prinzipiell technisch-naturwissenschaftlich interessiert, das sind ca. 250.000 Schülerinnen in der Sekundarstufe II. (Quelle: HIS GmbH, siehe auch Regina Buhr, Ernst A. Hartmann (Hg.): Technische Bildung für Alle, 2008)
  • Nur 15 % aller Studienanfängerinnen entschieden sich 2008 für ein Studium im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften, nur weniger als 8 % für ein Studium im Bereich der Ingenieurwissenschaften. (Quelle: Statistisches Bundesamt – Studierende an Hochschulen Wintersemester 2008/2009, Fachserie 11 Reihe 4.1 – 2009 und eigene Berechnungen)
  • Der Frauenanteil bei den Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester betrug im Studienjahr 2008 z.B. im Maschinenbau/Verfahrenstechnik 19 %, in der Elektrotechnik 10 %, in der Informatik 19 %, in der Mathematik 52 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt – Studierende an Hochschulen Wintersemester 2008/2009, Fachserie 11 Reihe 4.1 – 2009 und eigene Berechnungen)
  • Deutschland hatte 2007 im internationalen Vergleich mit 22 % einen unterdurchschnittlichen Frauenanteil bei den Hochschulabsolventen der Ingenieurwissenschaften, gleichauf mit Großbritannien und Österreich. Niedriger lagen nur die Niederlande (17 %) und die Schweiz (17 %). Der EU-Durchschnitt lag bei 27 %. (Quelle: Education at a Glance 2008 – OECD Indicators, OECD 2008)
  • Die bisherigen Maßnahmen haben in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen bereits eine Steigerung des Frauenanteils bei den Studienanfängern gebracht (z.B. Elektrotechnik von 5 auf 9 %, Maschinenbau von 12 auf 19 % im Zeitraum von 1995 bis 2008). Im gesamten MINT-Bereich ist der Frauenanteil bei den Absolventen von 26 % im Jahr 2000 auf rund 32 % im Jahr 2008 gestiegen. (Quellen: Statistisches Bundesamt – Studierende an Hochschulen Wintersemester 2008/2009, Fachserie 11 Reihe 4.1 – 2009; Prüfungen an Hochschulen 2008, Fachserie 11 Reihe 4.2 – 2009 und eigene Berechnungen)
  • Bundesweit sind 81.886 der insgesamt 662.384 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieurinnen und Ingenieure weiblich; das entspricht einem prozentualen Anteil von 12 %. (Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Berufe im Spiegel der Statistik 2009)

Deshalb ist es ein Ziel des nationalen Pakts mehr interessierte junge Frauen für ein technisches Studium zu begeistern.

Mit einem breiten Bündnis aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hat sich der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen zum Ziel gesetzt, dies zu ändern und deutlich mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen.

"Wir brauchen mehr sichtbare Rollenvorbilder, bessere Informationen über den Berufsalltag und Angebote, die bei jungen Mädchen frühzeitig das Interesse an Naturwissenschaft, Mathematik und Technik wecken und erhalten. Hier müssen wir ansetzen. Wir müssen zudem vermitteln, dass auch die MINT-Berufe mittelbar oder unmittelbar mit Menschen zu tun haben, denn dies ist ein wichtiges Kriterium bei der Berufswahl von Mädchen", sagte Schavan bei der Auftaktveranstaltung des Paktes am 17.06.2008 in Berlin.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt den Pakt mit drei Millionen Euro im Jahr. Die Partner verpflichten sich, die Ziele durch eigene Maßnahmen zu unterstützen. Die Hochschulen etwa wollen ihre naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge attraktiver gestalten und die Studienorientierung für Frauen erleichtern. Unternehmen werden jungen Frauen verstärkt deutlich machen, dass in den MINT-Berufen attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Durch Berufsorientierungsmaßnahmen sollen Frauen die guten Chancen in den MINT-Berufen vermittelt werden.

 

Mehr zu den konkreten Zielen des Pakts, die im Memorandum festgehalten sind, finden Sie hier.

Aktuelle Zahlen zu Studienanfängerinnen und -anfängern im MINT-Bereich finden Sie im Bereich www.komm-mach-mint.de/Service/Daten-Fakten.