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Jugend forscht Siegerin bei der Nobelpreisverleihung 2009

- Erfolgreiche deutsche Nachwuchswissenschaftlerin nimmt am "Stockholm International Youth Science Seminar" teil

09.12.2009

Bundeswettbewerbs von Jugend forscht zu Gast. Eva Brüggemann wird miterleben, wie das schwedische Königspaar die höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen verleiht. Der Festakt ist für sie der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche: Gemeinsam mit 24 Nachwuchswissenschaftlern aus 17 weiteren Ländern nimmt die Jungforscherin derzeit am "Stockholm International Youth Science Seminar" (SIYSS) teil, das seit über 30 Jahren von der Nobel-Stiftung und der Schwedischen Vereinigung junger Wissenschaftler veranstaltet wird.

Eva Brüggemann aus Telgte in Nordrhein-Westfalen gewann die Reise nach Stockholm beim Jugend forscht Finale im Mai 2009 in Osnabrück. Für ihr Arbeitswelt-Projekt "Verbesserung der Dekubitusprophylaxe im Krankenhaus und in sonstigen Pflegeeinrichtungen" erhielt die 20-Jährige von der Bremer Ernst A. C. Lange-Stiftung das Ticket nach Schweden. In ihrer prämierten Arbeit suchte die Nachwuchswissenschaftlerin nach einer Lösung für die Dekubitus-Problematik. Menschen, die etwa während einer Operation lange liegen müssen, erleiden oft ein Druckgeschwür auf der Haut, den sogenannten Dekubitus. Bislang gibt es für die Lagerung dieser Patienten keine zufriedenstellenden technischen Hilfsmittel. Eva Brüggemann hat ein individuell anpassbares Anti-Dekubitus-System entworfen. Der Patient kann damit ohne zusätzlichen Aufwand und ohne weitere Hilfsmittel schonender als bisher gelagert werden. Darüber hinaus lassen sich einzelne Körperteile mit dem System in eine für die Operation günstige Position bringen.

"Für mich es ist eine ganz besondere Ehre, in Stockholm dabei zu sein und Deutschlands Jungforscher vertreten zu dürfen", sagt Eva Brüggemann. "Ich freue mich vor allem auf die Begegnung mit den Jugendlichen aus aller Welt." Die Nachwuchswissenschaftlerin hat im Sommer 2008 ihr Abitur am Gymnasium St. Mauritz in Münster bestanden, absolvierte anschließend ein freiwilliges soziales Jahr am Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup und studiert seit Oktober Medizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn.

Nach der Nobelpreisverleihung wird die Jungforscherin mit den Preisträgern und rund 1300 Gästen am traditionellen Bankett teilnehmen und anschließend auf dem festlichen Ball im Stockholmer Rathaus tanzen. In der Woche zuvor absolviert sie beim SIYSS ein attraktives wissenschaftliches und kulturelles Programm: Die Jugendlichen hören unter anderem Vorträge der Nobelpreisträger und haben die Möglichkeit, beim Empfang des Nobelkomitees die Nobelpreisträger kennenzulernen. Sie stellen Wissenschaftlern und Studenten ihre eigenen Forschungsprojekte vor, besuchen das Nobel Museum wie auch das Karolinska Institut, eine der weltweit renommiertesten medizinischen Hochschulen.