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Zweiter Ada Lovelace Tag am 24. März

24.03.2010

Ada Lovelace war ihrer Zeit weit voraus, als sie, die oft als erste Programmiererin bezeichnet wird, Konzepte zur Programmierung einer mechanischen Maschine entwarf, die technisch noch nicht realisierbar war. Was liegt also näher, als den internationalen Bloggerinnentag, an dem die herausragenden Leistungen von Frauen aus Technologie und Wissenschaft gefeiert und geehrt werden sollen – nach ihr zu benennen. Heute ist es wieder soweit. Vergangenes Jahr beteiligten sich über 2000 Bloggerinnen, indem sie in Hunderten von Webblogs über erfolgreiche Technikerinnen oder ihre eigene Karriere als Wissenschaftlerin berichteten. Auch Unternehmen informierten über ihre Aktivitäten, für mehr Frauen in MINT-Berufen zu sorgen. Der Erfolg der Aktion war Grund dafür, den Ada Lovelace Tag in diesem Jahr erneut stattfinden zu lassen und das Web 2.0 dazu zu nutzen, international die zahlreichen und innovativen Beiträge von Frauen in MINT breitenwirksam sichtbar zu machen. In Zeiten des Fachkräftemangels und noch zu geringer Zahlen von Frauen in den klassischen MINT-Fächern wie der Elektrotechnik, der Informatik, der Physik und dem Maschinenbau unverzichtbar, um mehr Frauen für MINT zu gewinnen.

Dies verdeutlicht auch der Trendreport 2009 des Komm, mach MINT-Paktpartners VDE, der insbesondere auf das Thema Frauen in MINT-Berufen aufmerksam macht. Jährlich circa 10.000 Absolventen und Absolventinnen der Elektro- und Informationstechnik reichen demnach nicht aus, um den Ingenieurbedarf in dieser Zukunftsbranche zu decken. Ohne eine stärkere Beteiligung der hochqualifizierten Schul- und Hochschulabsolventinnen wird es der Branche an dem dringend benötigten kreativen Potenzial fehlen. Bereits 45 Prozent der befragten 1.300 Mitgliedsunternehmen sowie zahlreiche Hochschulen engagieren sich bereits in Maßnahmen für den weiblichen Nachwuchs wie Mentoring, Karriereberatung und Coaching. Ausnahmslos alle befragten Unternehmen und Hochschulen bieten bereits Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie an. Flexible Arbeitszeiten bzw. Arbeitskonten (80 Prozent) sowie Teilzeitarbeit (66 Prozent) stehen dabei unangefochten an der Spitze des Angebotskatalogs. Noch scheinen diese Botschaften Eltern und junge Frauen mit Interesse an den MINT-Fächern in den Schulen noch nicht zu erreichen.

Die aktuellen Zahlen der Studienanfängerinnen zeigen: Zwar steigt beispielsweise die Anzahl der Studienanfängerinnen in der Informatik von 2007 auf 2008 um mehr als 1.000 Studienanfängerinnen (über 20 Prozent) deutlich an, aber in der Elektrotechnik bleibt die Zahl der Studienanfängerinnen trotz eines Zuwachses um mehr als 200 Anfängerinnen mit etwa 1.700 Anfängerinnen noch viel zu gering. Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität von Studium und Beruf in der Elektrotechnik und Informationstechnik für junge Frauen sind somit eine Investition in die Zukunft, die sich lohnt. Durch eine Beteiligung am weltweiten Ada Lovelace Tag können Unternehmen engagierte Frauen national wie international auf ihre Angebote aufmerksam machen.

In Deutschland hat das Ada Lovelave Projekt - ein Mentorinnen-Netzwerk aus Rheinland-Pfalz –die erste Programmiererin weltweit als ihr Vorbild genutzt mit dem Ziel, junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern. Die Mentorinnen sind Studentinnen oder Auszubildende aus dem MINT-Bereich und beteiligen sich an schulischen Veranstaltungen, gestalten Projekttage oder geben Workshops für Schülerinnen und Schüler. Bereits seit über 10 Jahren ist dieses Projekt nun schon erfolgreich. Auch das Ada Lovelace Projekt ist Partner von „Komm, mach MINT.“ Die Komm, mach MINT." – Partner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien wollen das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft verändern, dafür bietet der Ada Lovelace Tag eine tolle Gelegenheit. Viel Spaß beim Bloggen!

der Ada Lovelace Blog: http://blog.findingada.com

mehr zu Ada Lovelace: www.frauen-informatik-geschichte.de

Infos zum Ada Lovelave Projekt:www.ada-lovelace.com

zum Trendreport des VDE gelangt Ihr hier