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VdU: 400 hochqualifizierte Frauen für den Aufsichtsrat

23.11.2011

Der Aufsichtsratspool des Verbands deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) zur Vermittlung von topqualifizierten Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik umfasst seit dem 21. Oktober 2011 über 400 Kandidatinnenprofile. „Der VdUAufsichtsratspool zeigt das hohe Qualifikationsniveau der Frauen in Führungspositionen in der Bundesrepublik. Mit der Einrichtung unserer Datenbank nach norwegischem Vorbild möchte der Verband deutscher Unternehmerinnen Aufsichtsratsvorsitzende und Inhaber von Unternehmen und öffentlichen Institutionen bei der Suche nach geeigneten Kandidatinnen für ihre Aufsichtsgremien unterstützen“, sagte die VdU-Geschäftsführerin Carlotta Köster-Brons in Berlin.

Frauen sind in den Kreisen, in denen die Kandidaten für Aufsichtsratsmandate gesucht werden, oft noch zu wenig vernetzt. Immer mehr Unternehmen würden aber erkennen, so die VdU–Geschäftsführerin, dass gemischte Aufsichtsgremien effizienter arbeiten als einseitig besetzte Kontrollgremien.

Im VdU-Portfolio finden sich Frauen wie Prof. Dr. Sabina Jeschke, die als erste Prodekanin der Fakultät für Maschinenwesen an der RWTH Aachen lehrt. Zudem ist sie Gesellschafterin einer GmbH, die Unternehmen im Bereich IT-Infrastruktur, Robotik und Automatisierung berät. Auch im VdU-Pool ist Christine Scheel, seit 1994 Mitglied des deutschen Bundestages. Im Februar 2012 wechselt Scheel in den Vorstand des Energieversorgers HEAG Südhessische Energie AG (HSE). Frauen wie sie sind hervorragende Aufsichtsratskandidatinnen, auf deren Kompetenz zukünftig stärker zurückgegriffen werden wird.

„Bei einem Blick in die deutsche Aufsichtsratslandschaft findet man viel zu häufig die gleichen Namen. In den kommenden Jahren wird sich die bisherige Besetzungspolitik verändern. Zum einen achten die weiblichen Shareholder vermehrt darauf, welche Kandidaten und Kandidatinnen in der Hauptversammlung zur Wahl stehen. Zum anderen steigen die Anforderungen an die Aufsichtsgremien kontinuierlich“, so die VdU-Geschäftsführerin weiter.

Aktuell führen über zehn Aktiengesellschaften konkrete Gespräche mit Frauen aus dem VdU-Aufsichtsratspool. „Der in Deutschland bisher unübliche Weg, mit einem Wirtschaftsverband zusammen geeignete Kandidatinnen zu sondieren, stößt auf ein immer stärkeres Interesse und wird sich weiter durchsetzen“, bekräftigte Carlotta Köster-Brons.