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MINT-News

Veröffentlichung: We love Code! Das kleine 101 des Programmierens

Als Natalie und Julia im Sommer 2012 spontan das in Berlin stattfindende Tech­nologiefestival "Campus Party" besuchten, hätte die Idee, dass sie drei Jahre später ein Einführungsbuch über das Program­mieren und Coden schreiben würden, höchstens  für skeptisch hochgezogene Augenbrauen gesorgt.

Bei ihrer Ankunft auf dem Festival treffen sie bereits auf alle Klischees, die ihnen bis dato zu Programmierern eingefallen wären: Menschen, die ihren Desktop-PC von zuhause mitgebracht hatten, um neben ihm zu übernachten, jede Menge Club Mate-Flaschen und ungesundes Essen dominierten das Gesamtbild.

Lediglich mit den Grundkenntnissen ausgestattet, die das Leben im 21. Jahrhundert mit sich bringt, besuchten die beiden deshalb zunächst ohne große Erwartungen die Vorträge und Workshops. Doch dann passierte das Unerwartete: Die Mischung aus ausgefeilter Rhetorik amerikanischer Prägung mancher Sprecher, motivierender Einzelfallbeispiele ("Zur Ruby on Rails-Entwicklerin in sechs Monaten!") und Girl Power in Form der Rails Girls hinterließen bleibenden Eindruck. Daraufhin beschlossen Julia und Natalie eine eigene Lerngruppe in ihrer Heimatstadt Leipzig zu gründen – die Code Girls.

Seit 2013 veranstalten sie jeden zweiten Dienstag Workshops für Programmieranfängerinnen, sie organisieren Rails Girls-Wochenenden und laden regelmäßig Programmierer/innen ein, Einblicke in ihren Berufsalltag zu geben. Ergänzt werden diese Programmpunkte, je nach Interesse der Teilnehmerinnen, durch Praxisprojekte. Sie entwerfen und bauen beispielsweise Websites und stellen sie online.

Das Besondere am Programmieren war für die Autorinnen, dass es ihre kindliche Neugier wieder geweckt hat. Außerdem schätzten sie es, an einem Projekt ganz ohne Zeitdruck zu arbeiten. Eigentlich studierte Geisteswissenschaftlerinnen fanden sie bei dieser Art der Arbeit vor allem Freude am Basteln, Tüfteln und an den Vorteilen eines echten Handwerks: Im Gegensatz zu philosophischen Fragen oder literarischer Interpretation gibt es beim Coden nur ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ mit einem gewissen Spielraum, der lediglich von den persönlichen Vorlieben der Programmiererin abhängt.

Die Autorinnen resümieren: "Ganz offen gesagt: Wir hatten, als wir die Code Girls starteten, keinen blassen Schimmer, wie man ein Netzwerk organisiert, welche Inhalte wir anbieten würden und woher unsere Räumlichkeiten oder Coaches stammen sollten. Einzig die Grundidee, irgendwas mit Code machen und Gleichgesinnte finden zu wollen, stand fest. […] Wir haben seit es die Code Girls gibt, noch keine Erfolgsapp programmiert (und das auch nicht wirklich versucht, so ehrlich müssen wir sein), aber wir haben unglaublich inspirierende Menschen getroffen, die wir sonst nie kennengelernt hätten."

Sympathisch und spannend verpacken die Autorinnen einfache Grundlagen des Digitalen und zeigen, dass Coding nicht länger eine typisch männliche Domäne bleiben muss. Sie schreiben über das Programmieren, über Datensicherheit und Hackerparties, über die nötige Hardware und die wichtigste Software.

Das Buch erscheint am 9. März bei Koehler & Amelang. Kennenlernen könnt Ihr die Code Girls Natalie und Julia außerdem am 18. März auf der Leipziger Buchmesse.

www.seemann-henschel.de/We-Love-Code

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