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2008

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl aktueller Daten zu Studienanfängerinnen und Studienanfängern und Absolventinnen und Absolventen in MINT-Studienbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) für das Studienjahr bzw. Prüfungsjahr 2008 (Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/09).

Die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen schliessen auch die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master mit ein, die seit dem Prüfungsjahr 2000 statistisch erfasst werden.

Die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse geht in Deutschland schnell voran, macht derzeit aber – bei allen positiven Zahlen – eine Schwierigkeit deutlich: Werden die Absolventinnen und Absolventen der MINT-Studiengänge nach Abschlüssen betrachtet, enthält die Zahl der Masterabsolventinnen und -absolventen auch eine Zahl von Bachelorabsolventinnen und -absolventen, die nach Abschluss ihres Erststudiums ein Masterstudium an- und abgeschlossen haben. Diese Bachelorstudierenden sind allerdings bereits bei ihrem Erstabschluss als Absolventinnen und Absolventen gezählt worden und werden nun mit dem zweiten Abschluss als Master noch einmal, also „doppelt“ gezählt.

Wir haben den Effekt für diese Publikation nicht herausgerechnet, sondern uns dafür entschieden, für jeden Studiengang die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen nach Abschlüssen zu ergänzen, um einen Überblick über die realen Zahlen und Prozentanteile zu ermöglichen. Dies bietet sich darüber hinaus für die Mathematik (M), die Informatik (I) und die Naturwissenschaften (N) unter den MINT-Studiengängen besonders an, da dort der Anteil der Absolventinnen und Absolventen mit Lehramtsabschluss erheblich ist. Damit ist auch deutlicher zu sehen, welches Potenzial an MINT-Absolventinnen und -Absolventen sich voraussichtlich nach dem Hochschulabschluss um Stellen in der Wirtschaft, in Verbänden und Organisationen bemühen wird.

Vorläufige Zahlen für das Studienjahr 2009 zeigen erneut einen deutlichen Anstieg bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern

(Quelle: Statistisches Bundesamt 2009)

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen im Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) rund 423 400 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf, darunter 210 800 Frauen (50%). Im Vergleich zu 2008 ist damit die Zahl der Erstsemester insgesamt um knapp 7% gestiegen.

Für vier ausgewählte technische Studienbereiche - Informatik, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau - liegen bereits erste vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes über die Studierenden vor, die sich im Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) für ein entsprechendes Fachstudium immatrikulierten. Hier zeigt sich, dass insbesondere bei den Studienanfängerinnen ein erneuter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist.

Im Studienbereich Informatik setzt sich der positive Trend des Vorjahres auch im Studienjahr 2009 weiterhin fort. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester wächst erneut um 4,2 % (+1.436) auf insgesamt 35.947 an.

Der Anteil der Studienanfängerinnen erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % (+477), bei den Studienanfänger ist ein Anstieg um 3,4 % zu verzeichnen (+959).

Die 6.909 Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester Informatik bilden einen Anteil von 19,2 %.

Der Studienbereich Bauingenieurwesen hat den höchsten prozentualen Anstieg zu verzeichnen. Die Studierendenzahlen des 1. Fachsemesters nehmen im Studienjahr 2009 um 15,4 % (+ 1.653) zu. Besonders bei den Studienanfängerinnen kommt es zu einer deutlichen prozentualen Steigerung: Die Zahl der Frauen erhöht sich um 17,7 % (+518), die der Männer um 14,6 % (+1.135).

Der Frauenanteil liegt im Studienjahr 2009 bei 27,9 % (+0,5 Prozentpunkte): Von den insgesamt 12.345 Studierenden im 1. Fachsemester Bauingenieurwesen sind 3.450 weiblich.

Auch im Studienbereich Elektrotechnik schreiben sich 2009 3,3 % mehr Studierende im 1. Fachsemester ein. Im prozentualen Vergleich entscheiden sich mehr Frauen als Männer für diese Studienrichtung. Kommt es bei den Studienanfängern zu einer Steigerung um 3,1 % (+507), nimmt der Anteil ihrer weiblichen Kommilitonen um 5,2 % (+93) zu.

Der prozentuale Anteil der Frauen liegt mit 1.880 Studienanfängerinnen bei 9,9 %, eine Erhöhung um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr.

Ein anderes Bild zeigt sich im Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik. Zwar nimmt auch hier die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester um 5,8 % (+2.484) zu, es schreiben sich 7,1 % (+2.490) mehr männliche Studierende in diesem Studiengang ein als noch im Jahr zuvor, doch im Studienjahr 2009 kommt es erstmalig wieder zu einem leichten Rückgang bei den Studienanfängerinnen. Die Zahl der weiblichen Studierenden im 1. Fachsemester reduziert sich um 0,1 % (-6) im Vergleich zum Vorjahr.

Durch den Abfall bei den Studienanfängerinnen und den Anstieg der Studienanfängerzahlen verringert sich der prozentuale Frauenanteil um einen Prozentpunkt und beträgt im Studienjahr 2009 17,8%.

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Ingenieurwissenschaften im Jahr 2008

(Quelle: Statistisches Bundesamt 2009)

War 2007 schon ein Zuwachs bei den Erstsemesterzahlen (1. Fachsemester) in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften zu verzeichnen, setzt sich dieser positive Trend auch im Studienjahr 2008 weiterhin fort. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester wächst dabei erneut um 13,4 % (+11.539 Studierende).

Seit dem letzten Einbruch der Studierendenzahlen in diesem Studienbereich im Jahr 2006 mit nur 80.680 Studienanfängerinnen und Studienanfängern (2005: 84.391), sind die Zahlen 2008 um 17.104 auf insgesamt 97.784 Studierende im 1. Fachsemester angestiegen.

Besonders bei den Studienanfängerinnen kommt es zu einem vergleichsweise starken Anstieg. Im Studienjahr 2007 waren noch 16,3 % weniger Frauen im 1. Fachsemester des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften immatrikuliert als 2008. Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt damit bei 21,9 %, d. h. von den insgesamt 97.784 Studierenden im 1. Fachsemester sind 21.373 weiblich. Im Vergleich von 2007 mit 2008 kommt es hier zu einem erneuten Anstieg um 0,6 Prozentpunkte.

Innerhalb der Ingenieurwissenschaften hat der Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik für 2008 den höchsten absoluten Anstieg bei den Erstsemesterzahlen zu verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr schreiben sich im Studienjahr 2008 5.710 Studierende mehr ein, das entspricht einem Plus von insgesamt 15,3 %. Im prozentualen Vergleich ist bei den Frauen mit 15,7 % (+1.103) mehr Studienanfängerinnen ein stärkerer Zuwachs zu erkennen, als bei ihren männlichen Kommilitonen (+15,2 %). Ein Vergleich zwischen den Studienjahren 2006 und 2008 zeigt sogar einen Anstieg bei den Frauen im ersten Semester um 28,5 % (+1.804).
 
Insgesamt immatrikulieren sich 2008 43.121 Studierende im 1. Fachsemester Maschinenbau / Verfahrenstechnik, darunter 8.126 Studentinnen. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 18,8 %. Dass hier keine Steigerung zum Vorjahr erkennbar ist, ist bedingt durch den ebenfalls starken Anstieg bei den Studienanfängern.

Den prozentual höchsten Anstieg innerhalb der Ingenieurwissenschaften gibt es 2008 im Studienbereich Bauingenieurwesen: Im Vergleich zum Vorjahr immatrikulieren sich 19,8 % mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester, ein Zuwachs um 1.765 auf insgesamt 10.701 Studierende.
Verglichen mit 2007 entscheiden sich prozentual mehr Frauen für ein Studium in diesem Bereich als Männer. Besonders bei den Studienanfängerinnen ist mit einem Plus von 27,8 % (+638) ein relativ starker Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen – eine Gegenüberstellung der Studienjahre 2005 und 2008 zeigt sogar eine Steigerung um 46,1 % (+925).
 
Bei den Studienanfängern immatrikulieren sich 17 % (+1.127) mehr im 1. Fachsemester als noch 2007. Damit erreicht der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen im Bauingenieurwesen im Studienjahr 2008 einen Wert von 27,4 % - eine Zunahme um 1,7 Prozentpunkte.

Den vergleichsweise geringsten Zuwachs innerhalb der Ingenieurwissenschaften weist 2008 der Studienbereich Elektrotechnik auf: Es immatrikulieren sich 10,1 % (+1.684) mehr Studierende im 1. Fachsemester als 2007. Die Zahl der Studenten erhöht sich um 9,6 % (+1.450) auf insgesamt 16.596.
 
Bei den Studentinnen ist jedoch ein prozentual größerer Zuwachs zu erkennen: Wies der Vergleich der Studienjahre 2006 und 2007 noch eine Erhöhung der Studienanfängerinnenzahlen um 1,6 % auf, zeigt sich für 2008 ein Anstieg um 15,1 % zum Vorjahr. Die insgesamt 1.787 Studentinnen im 1. Fachsemester Elektrotechnik bilden im Studienjahr 2008 einen Anteil von 9,7 %, ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte.

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Mathematik und Naturwissenschaften im Jahr 2008

Auch in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften zeigen die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes eine positive Entwicklung bei den Studienanfängerinnen- und Studienanfängerzahlen. Vom Studienjahr 2007 auf 2008 erhöhen sich diese um 7 % (+6.377) – die Zahl der Studienanfänger wächst um 7,4 % (+4.078), die ihrer weibliche Kommilitonen um 6,4 % (+2.299).

Der Anteil der Frauen an den insgesamt 97.494 Studienanfängerinnen und Studienanfängern im 1. Fachsemester liegt bei 39,2 %.

Im Studienbereich Informatik ist für das Studienjahr 2008 ein erneuter Zuwachs festzustellen: Im Vergleich zum Vorjahr entscheiden sich 11,3 % mehr Studierende für ein Studium in diesem Bereich. Dadurch erhöht sich ihre Zahl um 3.494 auf 34.511 Studentinnen und Studenten im 1. Fachsemester Informatik.

Seit dem letzten Tiefstand im Jahr 2006 setzt sich damit besonders bei den Studienanfängerinnen der positive Trend weiterhin fort: Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit 1995 – hier waren insgesamt 1.778 Studentinnen im 1. Fachsemester immatrikuliert – auf 7.390 Studentinnen im Jahr 2000, sank die Anzahl der Frauen in den Folgejahren auf 4.934 im Jahr 2006. Ein Vergleich der Studienjahre 2006 mit 2008 zeigt nun einen Anstieg der Studentinnenzahlen um 30,4 % (+1.498) – die Steigerung von 2007 auf 2008 liegt bei 21% mehr Studienanfängerinnen (+1.117). Die insgesamt 6.432 Frauen im 1. Fachsemester Informatik im Studienjahr 2008 machen einen prozentualen Anteil von 18,6 % aus - eine Zunahme um 1,5 Prozentpunkte zum Vorjahr.

2008 sind 28.079 Studienanfänger im 1. Fachsemester Informatik immatrikuliert, im Vergleich mit 2007 ein Zuwachs um 9,2 % (+2.377).

Im Studienbereich Chemie ist 2008 erstmals wieder eine Steigerung bei Studienanfängerinnen und Studienanfängern zu erkennen: Nachdem es 2007 zu einem Rückgang um 1,5 % kam, erhöht sich die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester im Studienjahr 2008 um 5,3 % (+539).

Prozentual immatrikulieren sich 2008 vergleichsweise mehr Männer als Frauen - bei den Studienanfängern entscheiden sich 7,1 % (+407) mehr für ein Studium in diesem Bereich als im Vorjahr, bei den Frauen ist ein Zuwachs von 3,5 % (+186) zu verzeichnen.

Der Frauenanteil liegt bei 47,5 %, das heißt von den insgesamt 11.681 Studierenden im 1. Fachsemester Chemie sind 5.543 weiblich.

Auch im Studienbereich Physik und Astronomie kommt es 2008 ebenfalls zu einer leichten Steigerung bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich die Zahl der Studierenden um 3,5 % (+276) auf 8.080. Im Studienjahr 2008 schreiben sich 2,7 % (+49) mehr Frauen und 3,8 % (+227) mehr Männer im 1. Fachsemester ein als 2007 – bei den Studienanfängern eine positive Trendwende, nachdem sich ihre Zahl im Jahresvergleich 2007 / 2006 um 1,3 % reduziert hatte. Bei den Frauen hingegen kam es seit 2006 zu einem Anstieg um 8,5 % (+145).

Insgesamt immatrikulieren sich im Studienjahr 2008 1.845 Frauen und 6.235 Männer im 1. Fachsemester Physik und Astronomie, der Frauenanteil liegt damit bei 22,8 %.

Im Studienbereich Mathematik ist im Studienjahr 2008 zumindest bei den Studienanfängerinnen eine rückläufige Entwicklung zu erkennen. Insgesamt steigt die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester zwar um 0,8 % (+140) an, und auch bei den Männern ist ein Zuwachs von 3 % (+232) zu verzeichnen. Es immatrikulieren sich im Studienjahr 2008 jedoch 1 % (-92) weniger Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester als noch im Vorjahr.

Die Zahlen zeigen für 2008, trotz des leichten Abfalls bei den Studentinnen, ein relativ ausgeglichenes Geschlechterverhältnis: Mit insgesamt 8.732 Studienanfängerinnen und 8.048 Studienanfängern beträgt der prozentuale Anteil der Frauen 52 %, ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

Absolventinnen und Absolventen in Ingenieurwissenschaften im Jahr 2008

Bei der Anzahl der abgelegten Prüfungen in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ist auch im Jahr 2008 weiterhin ein positiver Trend zu verzeichnen: Insgesamt erhöht sich die Zahl der Abschlüsse um 10,7 % (+4.701 absolut).

Insbesondere bei den Absolventinnen wird im Prüfungsjahr 2008 mit 11,9 % (+ 1.167 absolut) mehr bestandenen Prüfungen ein Maximum erreicht. Die kontinuierlich positive Entwicklung der letzten Jahre setzt sich somit auch im Jahr 2008 weiter fort. Die Zahl der von Männern erreichten akademischen Grade erhöht sich um 10,3 % (+3.534 absolut) im Vergleich zum Vorjahr. Die von Frauen bestandenen Prüfungen bilden im Prüfungsjahr 2008 einen prozentualen Anteil von 22,6 %, d. h. von den insgesamt 48.751 Abschlüssen wurden 11.004 von Frauen abgelegt.

Von den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2008 erwerben in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften 51,7 % (25.216 absolut) ein Fachhochschuldiplom, 22,6 % (10.996 absolut) einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleichwertiger Abschluss), und 1,1 % (515 absolut) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung. Insgesamt 5,2 % (2.541 absolut) erlangen einen Doktortitel. Eine statistische Erfassung der Studienabschlüsse Bachelor und Master erfolgt seit dem Prüfungsjahr 2000. Im Jahr 2008 sind 11,1% (5.426 absolut) der Gesamtabschlüsse Bachelor- und 8,3 % (4.057 absolut) Masterabschlüsse.

Im Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik ist im Prüfungsjahr 2008 mit einem Zuwachs von 13,7 % (+2.365 absolut) ein besonders deutlicher Anstieg der Abschlusszahlen zu verzeichnen. Bei den Absolventinnen sind 2008 insgesamt 3.799 bestandene Prüfungen registriert, ein Plus von 16,7 % zum Vorjahr. Ein Vergleich der Prüfungsjahre 2005 und 2008 zeigt sogar einen Zunahme von 51,9 %. Noch nie erwarben so viele Frauen einen Hochschulabschluss im Bereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik wie im Jahr 2008. Die Anzahl der von Männern bestandenen Abschlüsse erhöht sich um 13 % (+1.821 absolut).

Im Prüfungsjahr 2008 steigt der prozentuale Anteil der von Frauen bestandenen Prüfungen um 0,5 Prozentpunkte auf 19,4 %.

Auch im Studienbereich Elektrotechnik setzt sich der positive Verlauf des Vorjahres im Prüfungsjahr 2008 weiter fort. Die Zahl der Hochschulabschlüsse erhöht sich erneut um 7,6 % (+704 absolut).

Werden im Studienjahr 2005 noch 665 der Studienabschlüsse von Absolventinnen bestanden, so erhöht sich die Zahl bis 2008 um insgesamt 33,7 % auf 889 - die Steigerung von 2007 auf 2008 beträgt 8,8 %. Bei den insgesamt 9.951 Abschlüssen im Prüfungsjahr 2008 entfallen 8,9 % auf Frauen.

Im Studienbereich Bauingenieurwesen wiederum nimmt im Prüfungsjahr 2008 die Zahl der Hochschulabschlüsse weiter ab: Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl der bestandenen Prüfungen erneut um 2,2 % (-106 absolut), bei den Männern werden 0,4 % (-15 absolut) weniger registriert.
 
Besonders bei den von Frauen erworbenen Abschlüssen ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Wurde im Prüfungsjahr 2007 noch ein Zuwachs von 9,2 % verzeichnet, nimmt die Zahl im Prüfungsjahr 2008 um 7,8 % ab und erreicht mit insgesamt 1.072 fast wieder den Tiefstand von 2006 (1.065 absolut). Dieser Abfall bei den von Frauen erlangten Hochschulabschlüssen schlägt sich auch beim prozentualen Frauenanteil nieder: Von den insgesamt 4.790 Abschlüssen im Prüfungsjahr 2008 sind 22,4 % von Frauen bestanden, ein Rückgang um 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr.

Absolventinnen und Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften im Jahr 2008

Bei den Examina und Promotionen in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften ist 2008 ein Aufwärtstrend zu erkennen.
Mit insgesamt 53.622 Hochschulabschlüssen sind 5.707 mehr bestandene Prüfungen registriert als im Vorjahr – ein Plus von 11,9 %. Insbesondere bei den Absolventinnen wird mit einer Zunahme von 13,6 % (+2.587 absolut) ein positives Signal gesetzt. Bei den Männern erhöht sich im Prüfungsjahr 2008 die Zahl der Abschlüsse um 10,8 % (+3.120 absolut).

Die insgesamt 21.540 von Frauen bestandenen Examina und Promotionen lassen im Prüfungsjahr 2008 den prozentualen Frauenanteil um 0,6 Prozentpunkte auf 40,2 % ansteigen.

Von den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2008 erwerben in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften 39,2 % (21.017 absolut) einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleichwertiger Abschluss), 13,1 % (7.045 absolut) ein Fachhochschuldiplom, und 12,3 % (6.578 absolut) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung. Insgesamt erlangen 13,6 % (7.303 absolut) einen Doktortitel. Im Prüfungsjahr 2008 sind 15,8 % (8.496 absolut) der Gesamtabschlüsse Bachelor- und 5,9 % (3.183 absolut) Masterabschlüsse.

War mit den positiven Zahlen von 2007 schon ein starker Anstieg der bestandenen Prüfungen im Studienbereich Mathematik zu verzeichnen, erlangen im Prüfungsjahr 2008 erneut 20 % mehr (+1.148 absolut) Frauen und Männer einen akademischen Grad in diesem Studienbereich.

Prozentual gesehen ist der Zuwachs bei den von Frauen bestandenen Abschlüssen mit 21 % höher als bei den Männern - hier registriert das Statistische Bundesamt eine Zunahme um 18,7 % zum Vorjahr. Ein Vergleich der Prüfungsjahre 2005 und 2008 zeigt bei den Männern einen Anstieg der bestandenen Examina und Promotionen um 46 %, bei den Frauen sogar um 57,7 %.

Die insgesamt 3.836 von Frauen erlangten akademischen Abschlüsse entsprechen im Prüfungsjahr 2008 einem prozentualen Anteil von 55,7 %.

Im Studienbereich Physik, Astronomie ist im Prüfungsjahr 2008 ein Zuwachs der Abschlüsse zu erkennen. Die Zahl der bestandenen Prüfungen steigt um 14,9 % auf insgesamt 4.482 an.
 
Bei den Männern sind im Prüfungsjahr 2008 13,9 % mehr Examina und Promotionen registriert als noch im Vorjahr.
Auch in diesem Studienbereich haben die Frauen einen deutlichen Anteil am Aufwärtstrend – die Zahl der von Frauen abgelegten Prüfungen erhöht sich um 19,1 % auf insgesamt 893 und bildet damit einen Anteil von 19,9 % an den Gesamtabschlüssen.

Im Studienbereich Chemie ist eine ähnlich positive Entwicklung wie in der Mathematik und der Physik erkennbar. Die Zahl der Abschlüsse steigt im Prüfungsjahr 2008 nochmals um 14,9 % (+792 absolut) auf insgesamt 6.096 an.

Nahm noch 2007 die Anzahl der von Männern bestandenen Prüfungen in diesem Studienbereich ab, so werden für das Prüfungsjahr 2008 13,7 % (+389 absolut) mehr Hochschulabschlüsse registriert.
 
Bei den Frauen hingegen kam es bereits in den zurückliegenden Jahren zu einem kontinuierlichen Anstieg und auch für das Jahr 2008 ist erneut ein Zuwachs um 16,4 % (+403 absolut) auf insgesamt 2.860 Abschlüsse zu verzeichnen.

Im Studienbereich Informatik zeigt sich ein anderes Bild. Zwar nimmt hier die Zahl der Gesamtabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 4% (+698 absolut) zu und auch die Anzahl der von Männern bestandenen Prüfungen erhöht sich um 5,2 % (+758 absolut) auf 15.375.

Bei den Absolventinnen ist jedoch erstmalig wieder ein Rückgang zu erkennen: Seit dem letzten Tiefstand im Prüfungsjahr 2000 (mit 610 von Frauen erlangten Abschlüssen) war die Zahl der Examina und Promotionen bis zum Jahr 2007 kontinuierlich auf 2.797 angestiegen und nimmt nun im Prüfungsjahr 2008 um 2,1 % ab (-60 absolut). Ein Vergleich der Prüfungsjahre 2005 und 2008 zeigt jedoch immer noch einen Zuwachs um 22,7 %.

Durch den Anstieg bei den Absolventen und den Rückgang bei den Absolventinnen liegt der prozentuale Frauenanteil mit 15,1 % um 1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr.

Studienanfängerinnen und Studienanfänger sowie Absolventinnen und Absolventen nach Bundesländern im Studien- und Prüfungsjahr 2008

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