Google fördert Mädcheninformatikprojekt "comeUP" der Universität Passau mit 14.800 US Dollar
07.02.2012
Das Frauennetzwerk Informatik der Universität Passau darf sich über finanzielle Unterstützung aus den USA freuen. Der vom Frauennetzwerk für den Google RISE Award eingereichte Projektantrag "comeUP (Computer Engineerung at Uni Passau)" wurde von Google aus insgesamt 400 weltweit eingereichten Anträgen für eine Förderung ausgewählt. Damit ist die Universität Passau einer von acht in der Sparte Europa, Naher Osten, Afrika ausgewählten Preisträgern - darunter u.a. die Sapienza Universita Di Roma, die Aarhus Universitet aus Dänemark oder das Forschungsinstitut INNOC in Wien.
Mit der bewilligten Fördersumme von 14.800 US Dollar will das Frauennetzwerk mehr Schülerinnen für ein Informatikstudium begeistert. Informatikstudierende sollen an ihren Heimatschulen insbesondere den Mädchen das Fachgebiet Informatik nahe bringen und die beruflichen Perspektiven aufzeigen. In Workshops werden die Bereiche Robotersteuerung und Handyprogrammierung anschaulich vorgestellt. Außerdem sollen Studienanfängerinnen im Rahmen eines Mentoring-Programms durch Absolventen und Studierende in höheren Fachsemestern bei Fragen rund um Studium und Beruf unterstützt werden.
Eva Lang, die Initiatorin und frühere Leiterin des Frauennetzwerks Informatik, freut sich über diesen Erfolg: "Die Förderzusage von Google zeigt, dass auch die Wirtschaft bei der Steigerung des Frauenanteils im MINT-Bereich Handlungsbedarf sieht." Die Fakultät für Informatik und Mathematik stelle sich dieser Herausforderung auf Universitätsebene mit dem Frauennetzwerk Informatik und einer Vielzahl von Angeboten wie dem Girls Day, dem Informatik Sommercamp oder den Laborkursen für Schülerinnen und Schüler.
Julia Ruppert, die neue Koordinatorin des Frauennetzwerks, steckt bereits mitten in der Organisation der Projektdurchführung: "Jetzt kann es endlich losgehen. Schon im Frühjahr soll der erste Schulbesuch stattfinden." In den nächsten Wochen werden Studierende als Botschafter geworben und auf ihren Schuleinsatz vorbereitet. Beim Mentoringprogramm hofft Julia Ruppert, dass sich auch Fachkräfte aus der heimischen Wirtschaft als Mentorinnen und Mentoren bereitstellen.