Ada-Lovelace-Projekt: Was kommt nach der Schule? Mit einer Patin durch den Berufe-Dschungel
Der Schwerpunkt Diversity des Ada-Lovelace-Projekts feiert seinen Auftakt
07.12.2011
Das Ada-Lovelace-Projekt wurde 1997 auf Initiative des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend (MBFJ) an der Universität Koblenz ins Leben gerufen. Seit seiner Gründung engagieren sich Studentinnen und seit 2000 auch weibliche Auszubildende als Mentorinnen im Ada-Lovelace-Projekt. Das Projekt verfügt aktuell über elf Hochschulstandorte in ganz Rheinland-Pfalz. Etwa 180 aktive Mentorinnen wirken im Projekt mit. Wir bieten drei Schwerpunkte: Studium, Ausbildung und neu seit Januar 2011 Diversity.
Studien zufolge besitzen gerade junge Migrantinnen ein großes Interesse an Berufen und Studiengängen im MINT-Bereich. Sie benötigen aber gezielte Unterstützung, wie eine vom Ada-Lovelace-Projekt durchgeführte anonyme Onlinebefragung gezeigt hat. Die schulische und berufliche Orientierungsphase ist sehr wichtig, überfordert die Schülerinnen allerdings auch oft. Das Mentoring-Programm „Diversity“ will hier ansetzen und die Schülerinnen beim Übergang zu einer weiterführenden Schule, in ein Hochschulstudium oder in eine Ausbildung unterstützen.
Teilnehmen können Schülerinnen mit und ohne Migrationshintergrund sowie Schülerinnen mit besonderen Einschränkungen (bspw. körperliche Behinderung) ab dem 10. Schuljahr. Von pädagogischen Trainerinnen geschulte Studentinnen fungieren als Mentorinnen und bieten eine langfristige und nachhaltige Begleitung und Unterstützung an; sie bringen eigene Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte ein, präsentieren sich den Schülerinnen als Rollenvorbild und ermöglichen es, ihre Berufswünsche und -ideen mit einer vertrauten Person in einem außerschulischen Umfeld zu diskutieren und zu verfolgen. Die Mentorinnen helfen dabei, Pläne dann konkret anzugehen und zu verwirklichen. Sie begleiten die Mentorinnen auch zur Studien- oder Berufsberatung oder unterstützen sie in der Bewerbung um ein Praktikum. Neben dieser individuellen, intensiven Begleitung erhalten die Schülerinnen speziell zugeschnittene Schulungsmaßnahmen und Bewerbungstrainings. Durch die Einbindung der Eltern in den Prozess werden Barrieren und Vorurteile abgebaut und aufgezeigt, dass Mädchen und junge Frauen ebenso in den MINT Berufen nicht nur bestehen können, sondern auch gute Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten haben.
Diversity feiert nun seinen Auftakt: am 14.12.2011 ab 16:45 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen, die Veranstaltung an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, zu besuchen. Auf dem Programm steht neben einer Vorstellung des Projekts auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Perspektiven und Wege junger Frauen im Übergang Schule/ Beruf (Fokus: Migrantinnen)“.
Teilnehmerinnen:
- Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl, wissenschaftliche Leitung Ada-Lovelace-Projekt
- Zuhal Gültekin, Mentorin Ada-Lovelace-Projekt
- Carmen López Salaver, Vorstand des Beirates für Migration und Integration der Stadt Koblenz
- Anke Theisen, Schulsozialarbeiterin
- Funda Mercan, Arbeiterwohlfahrt Rheinland e.V., Fachbereich für Migration und Integration
- Gabriele Rummeny, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Koblenz
Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten. Ansprechpartnerin: Projektleiterin Katrin Böhnke-Gudowski, diversity@uni-koblenz.de
Das Ada-Lovelace-Projekt, Schwerpunkt Diversity, wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert.
Weitere Auskünfte erteilt:
Dipl. Päd. Katrin Böhnke-Gudowski
Ada-Lovelace-Projekt Diversity
Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
Telefon: 0261 287 1941
Fax: 0261 287 1946
diversity@uni-koblenz.de