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Fraunhofer-Talent-School Bremen 2010

– Es lebt, klebt, rostet, ist hart oder weich und nicht mehr unbekannt…

11.10.2010

Im Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen findet vom 11. bis 13. Oktober 2010 die Fraunhofer-Talent-School Bremen 2010 statt. Fast 60 talentierte Schülerinnen und Schüler der zehnten bis dreizehnten Jahrgangsstufe aus der ganzen Republik – Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern nutzen die Gelegenheit, an fünf unterschiedlichen Workshops aus den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften teilzunehmen:

  • Bausteine des Lebens – Bioanalytik von Proteinen
  • Was die Welt zusammenhält – Chemie und Physik der Klebstoffe
  • Wir lassen’s rosten – Wie funktioniert Korrosion?
  • Wärmebehandlung von Stahl – hart oder weich, alles eine Frage von Temperatur und Zeit
  • Große Gleichungssysteme – schnelle Lösung kein Problem


Das thematische Spektrum wird 2010 um ein wichtiges Forschungsgebiet des Fraunhofer IFAM erweitert: die Korrosion. Darüber hinaus haben dieses Jahr erstmals interessierte Eltern die Gelegenheit, an der Abschlusspräsentation teilzunehmen, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse vorstellen.

»Bei der dritten Fraunhofer-Talent-School Bremen musste wieder das Los über die Vergabe der Plätze entscheiden, da das Interesse der Jugendlichen aus ganz Deutschland an unseren wissenschaftlichen Workshops kontinuierlich steigt«, so Beate Brede, die Koordinatorin der Veranstaltung des Fraunhofer IFAM. »Über diese große Nachfrage hinaus freut uns insbesondere, dass wir einen sehr hohen Schülerinnen-Anteil haben. In Anbetracht des zukünftigen Mangels an motivierten und qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchskräften ist es unser Ziel, gerade auch junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern.« Zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) engagiert sich die Fraunhofer-Gesellschaft, die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik spannend zu präsentieren.

Ziel ist es, den Jugendlichen in den Workshops nicht nur auf anschauliche Weise Einsicht in die Tätigkeitsfelder der Forschung sowie der anwendungsorientierten Entwicklung zu bieten und ihnen Wissen zu vermitteln, sondern auch vorrangig ihr Interesse an wissenschaftlichen und technischen Themen sowie an zukunftsträchtigen Berufsfeldern zu wecken. »Uns ist es besonders wichtig, dass wir den Schülerinnen und Schülern konkrete, hautnah erlebbare Einblicke in den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Instituts geben«, ergänzt Beate Brede.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IFAM, des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) sowie der Universität Bremen leiten die Workshops und betreuen die Jugendlichen. Auch während des Abendprogramms der Veranstaltung stehen Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IFAM sowie der Universität Bremen für Gespräche zur Verfügung und informieren über nationales und internationales wissenschaftliches Arbeiten sowie anwendungsorientierte Auftragsforschung.

Neben den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Workshopbereich und ihren Fähigkeiten, neue wissenschaftliche Themen sowohl selbstständig als auch im Team kreativ zu bearbeiten, zu dokumentieren und zu kommunizieren, waren auch Empfehlungen von Lehrkräften eine Voraussetzung, um an dem Verfahren zur Platzvergabe an der Fraunhofer-Talent-School Bremen 2010 teilnehmen zu können.

Für die Herbstferien 2011 ist bereits eine weitere Fraunhofer-Talent-School am Fraunhofer IFAM in Bremen geplant.