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Career-Women in Motion: Best Practice of MINT-Diversity

09.02.2012

Mit welchen Maßnahmen beugen Unternehmen einem Mangel an MitarbeiterInnen mit MINT-Qualifikation vor? Wie können Mädchen und junge Frauen für Technik und Naturwissenschaften begeistert werden? Wie werden ihre Karriere-Wünsche gefördert bzw. ermöglicht? Diese und weitere Fragen beantworten Unternehmen seit kurzem auf dem Wissensportal www.career-women.org im Rahmen von "Best Practice of MINT-Diversity".

Die Vorbild-Serie "Best Practice of MINT-Diversity" startete im Winter mit Ford, SAP und Fraport. Bereits ihre Beispiele machen deutlich, wie viele unterschiedliche Aspekte bei der Gestaltung von (MINT)-Diversity in Abhängigkeit von Branche, Globalität, Unternehmenskultur und Zielvereinbarungen eine Rolle spielen. Das Engagement der Vorreiter basiert auf der generellen Erkenntnis, dass Frauen mit naturwissenschaftlich-technischer Qualifikation zur Innovationsfähigkeit und zum Erfolg von Unternehmen maßgeblich beitragen.

Ford Deutschland hat bereits vor vielen Jahren das Thema "Frauen in technischen Berufen" sehr konsequent angepackt. Die Früchte, so Brigitte Kasztan, Diversity-Managerin Europe, erntet das Unternehmen jetzt mit mehr als überdurchschnittlichen Frauen-Anteilen in der Ausbildung und in dualen Studienangeboten.

SAP hat sich letztes Jahr das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weltweit von 18 auf 25 Prozent bis 2017 zu erhöhen. Dabei spielt auch MINT laut Phyllis Stewart Pires, Global Head of Diversity, eine bedeutende Rolle: "We must continue to encourage young people – especially women and other under-represented groups – to pursue MINT careers by highlighting role models, demonstrating the ways in which technology roles have changed, and showing how exciting a career in IT can be."

Bei Fraport bietet ein minutiös organisiertes Traineeprogramm, für das sich Hochschulabgänger unabhängig von der Fachrichtung bewerben können, den perfekten Einstieg ins Berufsleben. Im letzten Programm waren 30 Prozent der Teilnehmer Absolventinnen in MINT-Fächern. Rund 30 Prozent aller Führungspositionen sind bei Fraport mit Frauen besetzt.

 

Ausgangssituation

Die derzeitige Ausgangssituation in Deutschland als führender Industrienation ist besorgniserregend aber nicht hoffnungslos. Fakt ist:

  1. Der Fach- und Führungskräftemangel (IW, IAB) wirkt sich besonders stark im Bereich der MINT-Qualifikationen aus.
  2. MINT-Frauen sind in Vertrieb, Einkauf, IT, F&E und Produktion unterrepräsentiert. Der Zugang zu Führungspositionen scheitert nicht selten an unterschwelligen Vorurteilen der männlich dominierten Führungselite.
  3. Ein Großteil der weiblichen Beschäftigten mit MINT-Studienabschluss scheidet heute nach Familiengründung für immer aus dem Erwerbsleben aus – ein hoch qualifiziertes Potential, das ungenutzt bleibt.
  4. Aktionsbündnisse wie "Komm mach MINT" oder "MINT Zukunft schaffen" tragen bereits erfolgreich dazu bei, den Anteil von MINT-Studentinnen zu erhöhen. Das gleiche Ziel unterstützt auch die Serie "Best Practice of MINT-Diversity" auf www.career-women.org. Die Ergebnisse sprechen für sich: "Noch nie haben so viele Frauen technische und naturwissenschaftliche Fächer studiert wie 2011", schreibt "Komm, mach MINT" in ihrer aktuellen Broschüre. Die Zahl der Absolventinnen sei ebenfalls um rund 20 Prozent gewachsen.

Die positive Entwicklung ist einmal mehr Grund, sich als Arbeitgeber für Frauen mit MINT-Qualifikation nicht nur attraktiv zu machen sondern auch mit Vorbildern zu überzeugen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Unternehmen profitieren vom positiven Image, das dazu beiträgt, unter den Besten der Ingenieurinnen oder Mathematik- und Naturwissenschaftlerinnen auswählen zu können. Die Serie "Best Practice of MINT-Diversity" bietet dazu eine zielgruppengerechte Plattform. Und für Unternehmen, die Nachholbedarf haben, wertvolles Wissen aus der Praxis.

 

Zur Vorbildserie mit den Interviews gelangen Sie direkt auf der Startseite von www.career-women.org.

 

Kontakt:

Career-Women in Motion e.V.
Dipl.-Kffr. Karin Bäck, Vorstandsvorsitzende
baeck@career-women.org