08.02.2012, Bochum
09.02.2012, Berlin
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Erfahren – Entdecken – Experimentieren! Mit vielen Mitmach-Aktionen sowie spannenden Einblicken in attraktive Pakt-Projekte, hat „Komm, mach MINT.“ vom 19. bis 23. April auf der TectoYou in Hannover rund 2000 Besuchern die vielen Facetten technisch-naturwissenschaftlicher (Zukunfts-) Möglichkeiten näher gebracht und damit vor allem jungen Frauen neue Perspektiven vermitteln können.
„In ihrer Freizeit nutzen junge Frauen mit Handy oder Internet die Möglichkeiten neuer Technologien alltäglich und selbstverständlich, schließen aber eine berufliche Entwicklung im MINT-Bereich für sich aus. Wir möchten jungen Frauen neue Aspekte der technisch-naturwissenschaftlichen Themenwelten vorstellen und sie dazu ermutigen, entsprechende Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu nutzen“, erklärt Dr. Bianka Muschalek, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Pakt-Projekt „Light up your life“.
Mehr Frauen für MINT!
Dass das funktioniert und sich immer mehr junge Frauen für MINT-Berufe interessieren, zeigen nicht nur die jüngst veröffentlichen Absolventinnenzahlen für 2008, mit einem Frauenanteil von 22,6 Prozent in den Ingenieurswissenschaften. Auch die Ergebnisse einer Umfrage, die „Komm mach´ MINT“. unter den TectoYou-Besucherinnen ermittelte, bestätigen: Junge Frauen haben eine überdurchschnittlich positive
Meinung zu MINT-Berufen: Sie beurteilen sie exemplarisch als überwiegend abwechslungsreich (75 Prozent der Befragten), bewerten sie finanziell lukrativ (70 Prozent der Befragten) und schätzen die Bedeutung der Teamarbeit für realistisch ein (95 Prozent der Befragten). Und trotzdem: Auf Fragen nach ihren persönlichen Zukunftsperspektiven, reagieren die Befragten eher verhalten: Weder ein persönliches Interesse an MINT-Berufen noch die Entscheidung, eine entsprechende berufliche Karriere zu wählen werden weder befürwortet noch abgelehnt. „Wir sehen, das junge Frauen die Chancen von MINT-Berufen mehr erkennen aber trotzdem nicht in dem Maße nutzen. Hier müssen wir ansetzen und stärker motivieren, begleiten und überzeugen damit mögliche Hürden genommen und Potenziale genutzt werden“, kommentiert Susanne Witteriede, Leiterin der Geschäftsstelle des Paktes für mehr Frauen in MINT-Berufen, „Komm, mach MINT“, die Ergebnisse der Umfrage.
Coole Experimente ….
Die Angebote von „Komm, mach MINT.“ bei der TectoYou waren dafür ein hervorragender Ansatz und stießen auf große Resonanz: „Naturwissenschaften sind so toll“, erklärte eine Schülerin begeistert mit Blick auf den erfolgreich absolvierten Mitmach-Parcours und seinen zahlreichen Aktionen: Handwerkliches Geschick war gefragt beim Bau der Leonardo-Brücke, experimentelles Können bei der Produktion eines minimalistischen Elektromotors und spezifisches Wissen bei den Quizfragen am MINT-Glücksradstand. Mit Hilfe des MINT-Typ-Test konnte herausgefunden werden, für welche MINT-Disziplinen man besonders talentiert ist und die beliebte MINT-Zukunftsbox lud dazu ein, ein eigenes MINT-Video zu drehen und mit einem persönlichen Statement zu kommentieren: „Mir gefällt der Bereich Mathe an MINT besonders gut. Viele wissen gar nicht, dass Mathe fast überall drinsteckt. Das finde ich toll“, erklärte beispielsweise eine 15-jährige Schülerin. Insgesamt 110 Statements wurden in der MINT-Zukunftsbox und über die MINT-Zukunftsbox lightversion abgegeben und dokumentieren wie neugierig und interessiert die Mädchen auf die unterschiedlichen Facetten reagieren.
…. und echte (Karriere-) Lichtblicke!
Neue Erkenntnisse erhielten die Mädchen auch durch die drei Pakt-Projekte, wie beispielsweise eine Schülerin, die das Projekt „Light up your life“ besuchte: Sie baute nicht nur ihr eigenes CD-Spektrometer und brachte ihre CDs ganz einfach zum Leuchten, sondern nahm gleichzeitig einen wichtigen persönlichen „Lichtblick“ mit: „Ich dachte immer, MINT wäre nur theoretisch und abstrakt. Tatsächlich hat es aber auch mit Psychologie zu tun. Da ich mich sehr für Psychologie interessiere haben jetzt auch die MINT-Fächer für mich eine neue Bedeutung“, erklärte sie erstaunt. Auch für das Pakt-Projekt CyberMentor, zeigten die Mädchen großes Interesse und bestätigten damit den hervorragenden Start des Projekts in die neue Runde: Insgesamt 945 Mentoringpaare haben sich gebildet! Die teilnehmenden Schülerinnen (Mentees) werden ein Jahr lang von einer persönlichen E-Mail-Mentorin mit Antworten auf Fragen zur Studienwahl und zum Berufsleben betreut. Dagegen konnte das Pakt-Projekt tasteMINT bei den interessierten Besucherinnen für seine kommenden Veranstaltungstermine werben und viele interessierte Fragen der Schülerinnen beantworten.
Eine ausführliche Dokumentation inklusive Fotos finden Sie hier: