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"Was uns betrifft" - Unter diesem Motto veranstaltete die Initiative D21, der VDE, das VDE-Youngnet und der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen am 5. März 2010 einen Informationstag für MINT-Studierende auf der CeBIT.
Auf der Podiumsdiskussion „Was uns betrifft“ beantworteten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaft nicht nur konkrete Fragen zu Work-Life-Balance oder dem Gehalt, sondern auch zu der sich ändernden Arbeitswelt und die damit verbundenen Herausforderungen an die Ausbildung durch die Universitäten und Fachhochschulen. So bieten die Web-2.0-Technologien einen guten Ansatzpunkt, technische Berufe mit gesellschaftlichen Entwicklungen und Anforderungen zu verbinden: Nahe am Kunden, gemeinsam etwas für die Gesellschaft zu entwickeln – das bietet insbesondere auch spannende berufliche Perspektiven für Frauen.
In den anschließenden Workshops zeigten die teilnehmenden Unternehmen und Institutionen darüber hinaus, welche Spezialisierungen im Studium Sinn machen oder wie es um die Karrierechancen in Groß- und Kleinunternehmen steht. Alf Henryk Wulf, Vizepräsident der Initiative D21 und des VDE, zeigte sich zuversichtlich: „Die Jobchancen in den technischen Berufsfeldern sind hervorragend. Gerade das ITK-Umfeld entwickelt sich rasant und bietet eine Vielfalt von spannenden Tätigkeiten, die momentan kaum noch durch eigenen Nachwuchs gedeckt werden können.“
Der Fachkräftemangel in den Ingenieursbereichen entwickelt sich immer mehr zu einer Wachstums- und Innovationsbremse in Deutschland. Umso wichtiger sei es, die jungen Menschen, die sich bereits für ein MINT-Studium entschieden haben, in ihrem Vorhaben zu bestärken und Schülerinnen und Schüler für ein solches Studium zu begeistern, so Professorin Barbara Schwarze. „Mit dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen haben wir zusammen mit den Branchenverbänden, mit Medien und vielen engagierten Organisationen den richtigen Hebel, um durch gezielte Maßnahmen und hervorragende Rollenvorbilder das schlechte Image der Informatikberufe insbesondere bei jungen Frauen zu verändern. Die digitale Arbeitswelt eröffnet Chancen für neue Arbeitsformen wie die Vertrauensarbeitszeit und eine eher selbstbestimmte Arbeitsorganisation, diese Möglichkeiten sollten offensiver genutzt und kommuniziert werden.“