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Ready, Steady – Go für das erste MINT-Speeddating! Ende September präsentierte „Komm, mach MINT.“ beim bayerischen Mädchen-Technik-Kongress an der Hochschule Kempten erstmals das Speeddating als neues Format, um bei Schülerinnen das Interesse für MINT-Studiengänge und –Berufe zu wecken.
Das Prinzip ist dasselbe wie bei den Dates mit Flirtfaktor: Innerhalb eines begrenzten Zeitraums werden Fragen gestellt, Informationen und Eindrücke vermittelt und Überzeugungsarbeit geleistet. Die Teilnahme an einem MINT-Speeddating ermöglicht, in kurzer Zeit relevante Informationen rund um Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten im MINT-Bereich und unterschiedlichste Eindrücke einer chancenreichen Berufswelt zu erhalten. Junge Frauen mit MINT-Erfahrung geben als Ansprechpartnerin persönliche Erfahrungen ihres Studien- und Berufsalltags an die interessierten Schülerinnen weiter und machen damit den abstrakten Begriff MINT greifbarer. „Ich hoffe, dass ich die kurze Zeit nutzen kann, um einen Draht zu den Mädchen aufzubauen und ihr Interesse für mehr Informationen zu MINT zu wecken“, erklärt Kathrin Deubrecht, 31 Jahre, Entwicklungsingenieurin bei BMW und eine der sechs Ansprechpartnerinnen, die „Komm, mach MINT.“ bei diesem ersten Speeddating im Rahmen des Mädchen-Technik-Kongress vertreten haben.
Mehr als 350 Schülerinnen der Jahrgangsstufen sechs bis zehn aus Schulen der Region waren an die Hochschule Kempten gekommen, die gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und unterstützt durch den Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm´ mach MINT.“ den Mädchen-Technik-Kongress durchführten. Unter dem Motto „Anfassen – Ausprobieren – Begeistern lassen“ hatten die Schülerinnen Gelegenheit, die faszinierende MINT-Welt über eine breite Palette an Mitmach-Angeboten und durch ein spielerisches „Learning by Doing“ praxisnah zu erfahren. Interessante Workshop-Fragestellungen wie „Haben Bananen auch eine DNA?“ oder „Wie groß ist ein Atom?“ weckten das Interesse der Schülerinnen für die vielen Themen aus Technik und Naturwissenschaft ebenso wie die unterschiedlichen Experimente und neuen Informationsmöglichkeiten, die der eigens eingerichtete „Marktplatz“ anbot.
Hier wurde pünktlich um 11.00 Uhr die erste MINT-Speeddating-Runde eingeläutet und acht neugierige Schülerinnen konnten unterschiedlichste Fragen stellen: „Ist es komisch als eine der wenigen Frauen im Hörsaal zu sitzen?“, „Wie lange arbeiten Sie jeden Tag?“, „Was mache ich mit Maschinenbau und brauche ich da viel Mathe und Physik?“.Die 15-Jährige Sophie will es genau wissen und hat extra eine Checkliste vorbereitet: Jeweils vier Fragen in fünf Minuten bei sechs Role Models! Das ist tough aber Sophie am Ende der ersten Speeddating-Runde hochzufrieden: „Mich hat interessiert was es beruflich für Aufstiegschancen gibt, was eine Ingenieurin so verdient und ob die Arbeit immer nur dasselbe oder auch mal ein bisschen abwechselnd ist. Jetzt bin ich positiv gestärkt, weil vieles klarer ist“, sagt sie stolz.
Auch Manuela Schröder, 30 Jahre, Projektleiterin im Bereich Fahrwerktechnik bei der Audi AG ist zufrieden mit dem ersten Durchgang des MINT-Speeddating: „Im Vorfeld war ich eher etwas skeptisch, ob die Mädchen aufgrund ihres jungen Alters das Thema akzeptieren und bin jetzt sehr positiv überrascht wie offen, wissbegierig und interessiert die Gespräche angenommen werden“. Nach insgesamt vier Runden à 30 Minuten ist das erste MINT-Speeddating zu Ende.
Angeregt durch die vielen Gespräche und Informationen prüfen einige Teilnehmerinnen beim Selbsttest an der MINT-Box welcher MINT-Typ sie sind. Für die 12-Jährige Annika fängt das Interesse an ihrer Zukunft mit dem Ende des Speeddatings langsam an: „Ich mache mir noch nicht so viel Gedanken über meinen Beruf aber interessiere mich für Technik und das Speeddating hat mir ein bisschen gezeigt, was ich damit machen kann.“