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MINT-Veranstaltungen

Dokumentation der "Komm, mach MINT."-Netzwerktagung 2013

„Potenziale, Aktivitäten, Netzwerke“ am 5./6.11.2013 in Berlin

Rund 100 Partner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Medien trafen sich am 5. und 6. November in Berlin, um sich über aktuelle Befunde der Forschung zu informieren, Maßnahmen zur Gewinnung von mehr Frauen für MINT zu diskutieren und gemeinsam neue Kooperationen zu starten. Tenor der Veranstaltung: Der Pakt wirkt!

05.11.2013

Foto von Prof. Dr. Heidrun Stöger

Prof. Dr. Heidrun Stöger

Den Einstieg in den ersten Tag gab Prof. Dr. Heidrun Stöger von der Universität Regensburg, die in ihrem Impulsvortrag aktuelle Erkenntnisse der Genderforschung präsentierte. Ihr Thema: „Ursachen für niedrige Partizipationsraten von Mädchen und Frauen in MINT und mögliche Interventionen“. Deutlich wurde in dem Vortrag von Prof. Stöger, dass vielfältige Ursachen das Berufswahlverhalten beeinflussen, und diese junge Frauen – oftmals unbewusst – davon abhalten, MINT-Berufe zu wählen. Mögliche Lösungen liegen in der Schaffung von systemischen Zugängen zu MINT, der frühzeitigen Heranführung an Technik und Naturwissenschaften sowie der Einbeziehung von wissenschaftlichen Befunden und der formativen Evaluation von Projekten, die eine Korrektur im Projektverlauf ermöglicht.

Foto Hannah Leichsenring

Hannah Leichsenring

Hannah Leichsenring von der CHE Consult GmbH berichtete in dem sich anschließenden zweiten Impulsreferat von den Ergebnissen der CHE-QUEST Studierendenbefragung. Ein Blick auf die Antworten im MINT-Bereich macht deutlich, dass die heutigen MINT-Studierenden sich sehr bewusst für ihren Studiengang entschieden haben. Sie fühlen sich jedoch belasteter als Studierende anderer Fachrichtungen. Im Gegensatz zur Fachrichtung Medizin, für die sich die Studierenden ebenfalls sehr bewusst entscheiden, sind in den MINT-Bereichen überproportional hohe Abbruchquoten zu verzeichnen.

Foto Fachgespräch

Von l. nach r.: Hannah Leichsenring, MinR'in Christina Hadulla-Kuhlmann, Dr. Sylvia Acksteiner, Prof. Barbara Schwarze, Prof. Dr. Heidrun Stöger

In dem anschließenden Fachgespräch mit MinR’in Christina Hadulla-Kuhlmann (Leiterin des Referates für Chancengerechtigkeit in Bildung und Forschung, Bundesministerium für Bildung und Forschung), Prof. Barbara Schwarze (Gender und Diversity Studies, Hochschule Osnabrück und Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld) und den beiden Impulsrednerinnen wurde die Bedeutung der aktuellen Forschung noch einmal herausgestellt: Die Stellschrauben, die mittlerweile durch die Forschungsergebnisse bekannt sind, gilt es gezielt umzusetzen: in Projekten entlang der Bildungskette ebenso wie in Maßnahmen an Hochschulen zur Verringerung der hohen Abbruchquoten und der besseren Studierbarkeit der MINT-Fächer.

Foto der neuen Partner

MinR'in Christina Hadulla-Kuhlmann, Prof. Barbara Schwarze und Dr. Ulrike Struwe begrüßen die neuen Partner

Was macht einen Arbeitgeber aus Perspektive von MINT-Studentinnen attraktiv und wie lassen sich mehr Frauen für ein MINT-Studium gewinnen?

Foto von Petra Jathe-Bruess und Dr. Ulrike Struwe

Petra Jathe-Bruess und Dr. Ulrike Struwe

Unter dieser Fragestellung wurden im „Impuls 3“ dieses Tages Ergebnisse aus einem Kreativ-Workshop von Petra Jathe-Bruess (Corporate Human Resources, Siemens AG, München) und Dr. Ulrike Struwe (Leiterin der "Komm, mach MINT."-Geschäftsstelle) vorgestellt.

Der Tag schloss mit der Vorstellung der neuen Paktpartner und der anschließenden Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Netzwerken.

Impulsvorträge

Impuls 1

Potenziale gewinnen und nutzen - Ursachen für niedrige Partizipationsraten von Mädchen und Frauen in MINT und mögliche Interventionen

Prof. Dr. Heidrun Stöger, Professorin für Schulpädagogig, Universität Regensburg

Prof. Dr. Heidrun Stöger, stellte in ihrem Vortrag empirische Studien zu den Ursachen für die niedrigen Partizipationsraten von Mädchen und Frauen vor. Sie machte deutlich, welche Interventionsmöglichkeiten sich daraus ableiten lassen, und warum viele der heutigen Interventionen keine oder nur kurzfristige Wirkungen zeigen.  Anschließend wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie nachhaltige Förderprojekte und -maßnahmen gestaltet werden können. Zentrales Ergebnis: Um mehr Frauen für MINT zu gewinnen, muss frühzeitig und systemisch angesetzt werden. Zudem müssen Forschungsbefunde konsequent berücksichtigt und Projekte sollten formativ evaluiert werden.

 

Impuls 2

Vielfalt als Chance - Frauen und Männer im Studium

Hannah Leichsenring, Projektmanagerin, CHE Consult GmbH, Berlin

Impuls 3

Von Expertinnen lernen - der MINT-Dialog

Petra Jathe-Bruess, Corporate Human Resources, Siemens AG, München und Dr. Ulrike Struwe, Leiterin der "Komm, mach MINT."-Geschäftsstelle, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld

06.11.2013

Der zweite Tag der Veranstaltung stand ganz im Zeichen von Austausch und Vernetzung. In den drei parallelen Workshops am Vormittag wurden innovative Maßnahmen wie das Niedersachsen-Technikum, die Workshops der Kompetenzwerkstatt MINT-Frauen und die Einbindung von Genderaspekten in Lehrveranstaltungen der MINT-Studiengänge vorgestellt. Möglichkeiten der Übertragbarkeit dieser Maßnahmen und Kooperationsmodelle wurden im Anschluss diskutiert. 

Die drei Workshops am Nachmittag rückten die Aktivitäten der Geschäftsstelle von „Komm, mach MINT.“ in den Fokus: Wie können wir gemeinsam mehr Öffentlichkeitsarbeit schaffen? Wie und wo können wir unsere Zielgruppen am besten erreichen? Wo kann der Pakt Hochschulen und Unternehmen bei der Sicherung des weiblichen MINT-Nachwuchses unterstützen? Mit diesen zentralen Themen wurde eine rege Diskussion über zukünftige Aktivitäten von „Komm, mach MINT.“ in Gang gesetzt.

Über "Komm, mach MINT."

"Komm, mach MINT."-Veranstaltungsformate: Zielgruppen informieren, gewinnen, vernetzen!

Dr. Ulrike Struwe, Leiterin der "Komm, mach MINT."-Geschäftsstelle, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld

Workshops am Vormittag

Workshop 1

Die Kombination macht's! Das Niedersachsen-Technikum als Erfolgsmodell!

Judith Bräuer, Koordinatorin Niedersachsen Technikum, Hochschule Osnabrück,

Mandy Glindemann, Frauenförderung Volkswagen AG, Projektleiterin Niedersachsen Technikum, Volkswagen AG, Wolfsburg

und Sina Dobelmann, Studentin der Elektrotechnik, ehemalige Technikantin, Hochschule Osnabrück

Workshop 2

Konkrete Handlungsempfehlungen! Die Kompetenzwerkstatt MINT Frauen!

Cornelia Lins, Projektkoordinatorin, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld

Workshop 3

Genderaspekte in Lehrveranstaltungen der MINT-Studiengänge?– Es funktioniert! Lehrkonzepte und Handlungsempfehlungen für die universitäre Lehre

Silke Augustin, Geschäftsführerin Zentralinstitut für Bildung, Technische Universität Ilmenau

Workshops am Nachmittag

Workshop 1

Frauen und MINT: Gemeinsam mehr Öffentlichkeit schaffen! Impulse für die Öffentlichkeitsarbeit von „Komm, mach MINT.“

Christina Haaf, Ines Großkopf, Carola Herbst, „Komm, mach MINT.“-Geschäftsstelle, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld

Gemeinsam mit den Paktpartnern wurden Themen für die zukünftige Öffentlichkeitsarbeit von „Komm, mach MINT.“ erarbeitet. Langfristig angelegte Projekte an Schulen standen dabei ebenso auf der Ideenliste wie der Wunsch nach mehr MINT-Frauen in den Medien und die Einbindung von Lehrkräften und Eltern in MINT-Projekte. Als zentral für die Gewinnung von mehr Frauen für MINT wurde ein Kulturwandel in den Unternehmen ausgemacht. Ansatzpunkte sind die Verbreitung bereits vorhandener Best-Practice-Beispiele, gemeinsame Projekte mit konkretem Nutzen für die teilnehmenden Unternehmen sowie die Einbindung von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften.  

Workshop 2

Face to Face die Zielgruppe erreichen! „Komm, mach MINT.“ und seine Veranstaltungsformate.

Eva Viehoff, Claudia Schnell, „Komm, mach MINT.“-Geschäftsstelle, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld

Der Workshop informierte die Teilnehmenden über erprobte Veranstaltungsformate von "Komm, mach MINT." - allen voran die Formate "meet.ME - Fachtagung & Karriere Kick-Off", "Women-MINT-Slam" und "MINT-Speeddating" und animierte zur Nachahmung dieser Formate in der eigenen Institution. Zudem bekamen die Teilnehmenden eine Übersicht über die Möglichkeiten zur Bewerbung ihrer Veranstaltung auf www.komm-mach.mint.de und über die konkreten Angebote der Geschäftsstelle für Ihren Messe-Stand.

Worhshop 3

Ideenwerkstatt – Wo kann der Pakt bei der Sicherung des weiblichen Nachwuchses unterstützen?

Dr. Ulrike Struwe, „Komm, mach MINT.“-Geschäftsstelle, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld

Der Workshop informierte über die von der „Komm, mach MINT.“-Geschäftsstelle bereitgestellten Instrumente zur Ansprache junger Frauen für ein MINT-Studium und erfragte deren Nützlichkeit für die Partner. Als hierbei hilfreich betrachteten die Teilnehmenden unter anderem konkrete Angebote wie die von „Komm, mach MINT.“ entwickelten Broschüren, die Bilddatenbank sowie weitere Angebote zur Unterstützung der partnereigenen Öffentlichkeitsarbeit. Als unterstützend wird zudem die jährliche Netzwerktagung mit ihren Impulsen sowie den persönlichen Kontakten und Austauschmöglichkeiten mit den Partnern wahrgenommen. Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung der Komm, mach MINT-Angebote sehen die Teilnehmenden in der Verstetigung bestehender Angebote, aber auch in der stärkeren Sichtbarmachung von Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft sowie bei der Entwicklung von Technik.

Twitteraktion #MINTNWT13

Auf der Netzwerktagung wurde auch getwittert. Mit dem Hashtag #MINTNWT13 hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit interessante Beiträge, Studienergebnisse oder ihre Meinung zu den Workshops in aus 140 Zeichen bestehenden Tweets zu senden.
Einen Überblick über die gesendeten Tweets und dazugehörigen Fotos erhalten Sie hier: https://twitter.com/searchMINTNWT13

Aus unserer NWT-Umfrage 2013: „Ihre Meinung ist gefragt!“

"Die regelmäßigen Treffen sind für die Netzwerkarbeit von besonderer Bedeutung, um Anregungen für Projekte und Aktivitäten auszutauschen"

"Tolles Event, weiter so! Der Mix aus wissenschaftlichen Ansätzen & praxisnahen Handlungsempfehlungen hat mir sehr gut gefallen."

"Neue Motivation zur Nutzung der Pakt-Angebote wie z.B. Jobbörse für Profs. Gute Vernetzung: 2 Kooperationen verabredet."

"Wichtige Informationen über Bedarfe und Herausforderungen der MINT-Zielgruppe sowie Netzwerk- und Veranstaltungsinformationen."

"Tolle neue + aktuelle Infos. Austausch mit interessanten Pakt-PartnerInnen. Gelungene Plattform, das Thema voranzubringen."

Wir freuen uns auf die Netzwerktagung 2014, Ihr Komm, mach MINT.-Team!

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