Navigation und Suche "Komm mach mint"


Standortanzeiger

Sie sind hier: Startseite > Service > Veranstaltungen > MINT-Veranstaltungen > Dokumentation der meet.ME – Karriereauftaktveranstaltung 2017

Hauptinhalt

MINT-Veranstaltungen

Dokumentation der meet.ME – Karriereauftaktveranstaltung 2017

Im Rahmen der BMBF-Förderung für den Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen und in Kooperation mit dem SWR führte die Geschäftsstelle von "Komm, mach MINT." am 29. und 30. Juni 2017 zum dritten Mal eine meet.ME-Karriereauftaktveranstaltung durch. Im Funkhaus des SWR in Stuttgart trafen sich über 90 MINT-Studentinnen und -Absolventinnen, um sich mit Vertreterinnen und Vertretern von Paktpartnerunternehmen über ihre individuellen Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten in den jeweiligen Unternehmen auszutauschen, gemeinsam zu netzwerken und Tipps und Informationen für den Einstieg ins Berufsleben und die weitere Karriere zu erhalten.

Der erste Tag war geprägt von zwei Vorträgen, die den Teilnehmerinnen vor Augen führten, wie wichtig Netzwerken für den Berufsein- und -aufstieg ist und dass die eigene Talentanalyse ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur ersten Arbeitsstelle ist. Am zweiten Tag tauschten sich die Teilnehmerinnen mit den Paktpartnerunternehmen in kurzen Speeddatings aus und hatten anschließend die Gelegenheit, ihre Gespräche zu vertiefen. Zudem hatten die Studentinnen und Absolventinnen die Möglichkeit, in zwei Workshops ihre Durchsetzungsstärke im Alltag zu verbessern und Tipps für Einstiegs- und Gehaltsverhandlungen zu bekommen. Für alle an den technischen Fachbereichen eines Medienunternehmens Interessierte bot der SWR eine Führung durch die entsprechenden Bereiche an. 

Insgesamt zogen die Teilnehmerinnen eine sehr gute Bilanz der Veranstaltung. Auf die Frage "Was nehmen Sie von der Veranstaltung mit?" wurden beispielsweise folgende Antworten gegeben:

Publikumsfragen

Foto: SWR/Patricia Neligan

„Mehr Selbstbewusstsein und Klarheit über den eigenen "Marktwert"; viele nette Bekanntschaften; mehr Klarheit über den eigenen Berufswunsch/Wunschfirma; neue Strategie, wie ich an ein gutes Praktikum komme; wahrscheinlich ein XING-Profil; Einblicke in die Berufswelt aus persönlicher Sicht.“

"Kontakte für mögliche Jobs, weitere gute Tipps Nervosität 'abzuschalten', bessere Vorstellung einer guten Gehaltsverhandlung."

"Viele Eindrücke und Inspirationen und eine neue Sicht auf mein zukünftiges Berufsleben."

"Guter Blick auf Berufseinstieg: Wie gehe ich vor, was ist wichtig, was sollte ich beachten; wie trete ich bei potenziellen Arbeitsgebern auf; wie netzwerke ich richtig."

29.06.2017 – 1. Veranstaltungstag

Begrüßung

Thomas Schelberg

Thomas Schelberg, Foto: SWR/Patricia Neligan

Thomas Schelberg, Personalchef des SWR, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmerinnen.

In seiner Rede machte er deutlich, dass der Bedarf an MINT-Fachkräften nach wie vor ungebrochen ist und auch in der Medienbranche zahlreiche technische Berufsfelder vorhanden sind. Zudem verändern sich im Zuge der Digitalisierung viele Arbeitsfelder hin zu multimedialen Arbeitsbereichen, für die technische Fähigkeiten unverzichtbar sind.

Als Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begrüßte MinR’in Christina Hadulla-Kuhlmann, Leiterin des Referats Chancengerechtigkeit in Bildung und Forschung, die Anwesenden.

MinR'in Christina Hadulla-Kuhlmann

MinR'in Christina Hadulla-Kuhlmann, Foto: SWR/Patricia Neligan

Sie zeigte u.a. die Bedeutung der Medien für die öffentliche Wahrnehmung von Berufen auf und machte deutlich, dass fiktionale TV-Formate dazu dienen können, ein realistisches Bild von Wissenschaft und den dazugehörigen Berufen zu vermitteln und so das Interesse an MINT-Studiengängen und -Berufen gesteigert werden kann.

Zum Abschluss ihrer Rede stellte sie die besondere Bedeutung des Netzwerkens heraus und ermutigte die Teilnehmerinnen die Veranstaltung zu nutzen, um sich untereinander, aber auch und gerade mit den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern, zu vernetzen.

Vorträge

"Professionell netzwerken! – Mentor/innen und Helfer/innen für sich gewinnen und beliebt und einflussreich werden" - Andrea Och (Och Consulting)
Andrea Och

Andrea Och, Foto: SWR/Patricia Neligan

„Wer von Ihnen will Karriere machen?“ Mit dieser Frage startete Andrea Och, Trainerin und Coach, ihren interaktiven Vortrag rund um das Thema Netzwerken. Für viele der Teilnehmerinnen eine erste Übung darin, deutlich zu sagen, was sie wollen. „Und welche Faktoren sind entscheidend für den Aufstieg auf der Karriereleiter?“ Gemeinsam trugen die Teilnehmerinnen diese Faktoren zusammen. Leistung, gutes Netzwerken und gutes Selbstmarketing wurden im Anschluss als wichtigste Faktoren genannt. An dieser Stelle zeigte Frau Och die besondere Bedeutung des Netzwerkens auf: Leistung ist nur zu 10 Prozent entscheidend für die weitere Karriere, gutes Selbstmarketing zu 30 Prozent, gutes Netzwerken und Beziehungen hingegen zu 60 Prozent! Was folgt daraus? – Netzwerken! Denn nur, wer sich und seine Leistungen sichtbar macht, wird auch Karriere machen.

Frau Och rät den Teilnehmerinnen zu einer eigenen Netzwerkstrategie, die im folgenden Dokument erläutert wird:

Außerdem gab Frau Och eine Reihe praktischer Tipps zum klugen Netzwerken, die sich unter dem Motto "helfen – loben – bitten – danken" zusammenfassen lassen:

  1. Empfehlen Sie sich gegenseitig weiter!
  2. Lassen Sie die Andere/den Anderen "gut aussehen" (schaffen Sie eine Plattform, auf der ihr Kontakt glänzen kann, bzw. loben Sie ihre/seine Ideen, Vorträge etc.)!
  3. Bitten Sie um einen Rat, um Unterstützung, Referenzen oder Empfehlungen!
  4. Bedanken Sie sich für einen erwiesenen Gefallen!
"Welche Stelle passt zu mir?" - Janine Schwienke (MINT Coaching)
Janine Schwienke

Janine Schwienke, Foto: SWR/Patricia Neligan

Janine Schwienke (MINT Coaching) macht in ihrem Vortrag deutlich, wie wichtig das Wissen um die eigenen Talente ist, um eine passende Stelle zu finden. Ihr Rat, um die eigenen Talente zu entdecken, ist die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Ich bin …
  2. Ich kann …
  3. Ich will …

Anschließend führt Frau Schwienke in die INITIAL-Talent-Analyse ein und alle Teilnehmerinnen hatten die Gelegenheit, ihre eigenen Stärkenausprägungen mit Hilfe dieser Analyse und anhand folgender Merkmale vorzunehmen:

  • Sozial-sensible Interaktion – Objektiv-analytische Interaktion
  • Arbeitspapier

    Talente richtig einschätzen, Foto: SWR/Patricia Neligan

    Strukturierte Organisation – Flexible Organisation
  • Praktisches Denken – Visionäres Denken
  • Gewissenhafte Initiative – Gestalterische Initiative
  • Aktives Kontaktverhalten – Intensives Kontaktverhalten

Dass eine solche Analyse sehr hilfreich ist, wenn es darum geht, eine geeignete Stelle zu finden, machte Frau Schwienke im Anschluss deutlich, indem sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen Stellenanzeigen von verschiedenen Unternehmen im Hinblick auf die gesuchten Stärken durchging.

Zum Abschluss legte Frau Schwienke den Teilnehmerinnen nahe, sich die ideale Stellenbeschreibung einmal selber zu schreiben und dabei folgende Faktoren zu beachten:

  • Aufgabenbeschreibung – so konkret wie möglich an Ihren Wünschen ausgerichtet
  • Anforderungen – passgenau auf Ihre Talente angepasst 
  • Größe des Unternehmens (Familienunternehmen, Konzern, Selbstständigkeit u.a.) 
  • Rahmenbedingungen (Bürosituation, Arbeitszeiten, Weiterbildungen usw.)

Stadtführung

Bei der Stadtführung am Abend, die von der Oper durch den Schlossgarten zum Kunstmuseum führte, erfuhren die Teilnehmerinnen jede Menge über die Geschichte Baden-Württembergs und Stuttgarts. Wer wusste schon vorher, dass der Name Stuttgart auf ein Gestüt – einen "Stuten-Garten" zurückzuführen ist. Außerdem waren gleich zwei Zarentöchter aus dem Hause Romanow, Katharina Pawlowna und Olga Nikolajewna, Königinnen in Württemberg. Beide sind durch ihr soziales Engagement in Erinnerung geblieben und noch heute sind zahlreiche soziale und medizinische Einrichtungen nach ihnen benannt. Natürlich fehlte auch ein Blick auf das neue und das alte Schloss nicht und ein Abstecher zum Denkmal Friedrich Schillers.

30.06.2017 – Karriereauftakt

Speeddatings und mehrere Workshops standen am zweiten Veranstaltungstag auf dem Programm.

Speeddating

Speeddatings

Speeddatings, Foto: SWR/Patricia Neligan

30 Minuten für 15 Unternehmen. Mit dieser Vorgabe starteten die Teilnehmerinnen in ihre jeweiligen Speeddatings. Zwei Minuten lang konnten sie ihre wichtigsten "Hashtags" mit den jeweiligen Unternehmensvertreterinnen und -vertretern austauschen. Dann wurde gewechselt. Am Ende hatte jede Teilnehmerin 15 Kurzgespräche geführt, jede Menge Erfahrung in der Kurzvorstellung gesammelt und zahlreiche Kontakte geknüpft. "Sehr anstrengend, aber eine wirklich gute Erfahrung", mit diesen Worten beschrieben viele Teilnehmerinnen die Speeddatings.

Im Anschluss an die Speeddatings standen die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter für weitere Gespräche zur Verfügung. Alle Teilnehmerinnen nutzten diese Zeit, um die geknüpften Kontakte zu vertiefen, sich über Praktikumsmöglichkeiten und Traineeprogramme zu informieren und die persönlichen Einstiegsmöglichkeiten zu besprechen. Als besonders angenehm empfanden die Teilnehmerinnen die entspannte Atmosphäre während und nach den Speeddatings. Ohne den Druck, der in einem klassischen Bewerbungsgespräch herrscht, konnten den Personalverantwortlichen Fragen gestellt werden, die in einem normalen Bewerbungsgespräch nicht zur Sprache gekommen wären.

Statements der Teilnehmerinnen zu den Speeddatings:

"Super Kontakte zu Unternehmen und Input bezüglich Bewerbungsgesprächen."

"Das Speeddating war super sympathisch und locker, das hätte ich nicht erwartet."

"Weniger nervös mich vorzustellen (Speeddatings), sich auf das Wesentliche konzentrieren."

Statements der Unternehmensvertreterinnen und -vertreter zu den Speeddatings:

"Viele interessante Kontakte. Es gibt tolle MINT-Studentinnen!"

"Format des Speeddatings ist sehr sinnvolles Instrument."

"Großes Interesse bei den zukünftigen Bewerberinnen. Passendes Format (sollte beibehalten werden)."

Workshops

Während ein Teil der Studentinnen und Absolventinnen in den Speeddatings war, hatte der andere Teil die Gelegenheit, an einem der zwei angebotenen Workshops teilzunehmen oder an einer Fachführung durch die Studios des SWR teilzunehmen.

Workshop 1: "Durchsetzungsstärke im Alltag" - Anja Balzer (Drama light Business)
Gruppendynamische Übung

Gruppendynamische Übung mit Anja Balzer, Foto: SWR/Patricia Neligan

Mit viel Humor und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen brachte Frau Balzer in ihrem Workshop den Teilnehmerinnen nahe, den (beruflichen) Alltag mit gesundem Selbstvertrauen zu meistern. Der Workshop begann mit verschiedenen Praxisübungen wie dem Aufwärmtraining „Moin, ich bin der Hein!“, weiteren Körper- und Atemübungen mit Beatbox-Elementen und einer gruppendynamischen Übung rund um das Drama-Dreieck "Täter-Opfer-Retter".

Es folgten weitere Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung. Dabei mussten sich die Teilnehmerinnen tief in die Augen schauen, Auffälligkeiten registrieren und Assoziationen bilden. Beim anschließenden Austausch überraschten sich die Teilnehmerinnen teilweise mit ihren gegenseitigen Einschätzungen. "Es ist spannend, wie man auf andere wirkt", so eine Teilnehmerin.

Nach der Praxisphase folgte ein Theorieteil, in dem Frau Balzer auf den Einfluss des Körpergedächtnisses auf die Stimmung aufmerksam machte. Demnach erinnert sich der Körper an Zusammenhänge zwischen Körperhaltung, Mimik und Gefühlen: Lächelt ein Mensch, fühlt er sich glücklicher; eine aufrechte Haltung macht selbstbewusster.

Die Botschaft des Workshops lautet: Immer auf Augenhöhe kommunizieren. Das gelingt nur, wenn ich mich selber nicht klein mache und auch mein Gegenüber nicht klein mache. Leitspruch: "Ich bin ok, du bist ok!"

Workshop 2: "Versiert und sicher in die Einstiegs- und Gehaltsverhandlung" - Ines Speda (JOB COACHING – TRAINING – APPLICATION(S) – LANGUAGE)
Ines Speda

Ines Speda, Foto: SWR/Patricia Neligan

Gehaltsverhandlungen sind immer ein sehr individuelles Thema, da Erfahrung, Alter, bisherige Arbeitsaufgaben, Weiterbildungen und zukünftige Arbeitsaufgaben eine entscheidende Rolle spielen. Dennoch gibt es einige grundlegende Dinge, die helfen, Gehaltsverhandlungen souverän zu meistern. Wichtig ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Gehaltsverhandlung, dafür lohnt es sich, die eigenen Qualifikationen, Erfolge und Kompetenzen aufzuschreiben. Im Idealfall sollte man in der Gehaltsverhandlung drei Topargumente parat haben, um die eigenen Gehaltsvorstellungen zu untermauern. Im Gespräch wird das zweitstärkste Argument zuerst genannt, im Verlauf der Verhandlung dann das drittstärkste und als letztes das stärkste Argument.

Hilfreich, um den eigenen Marktwert einordnen zu können, sind Gespräche mit Freundinnen/Freunden, Bekannten, Familie und in Netzwerken. Auch zahlreiche Internetforen mit Gehaltstabellen und -vergleichen erleichtern eine realistische Einschätzung der eigenen Leistungen. Zahlreiche weitere Tipps finden sich in der Dokumentation zum Workshop.  

Fachführung durch die Studios des SWR (Mitarbeiterinnen des SWR)
Führung durch den SWR

Führung durch den SWR, Foto: SWR/Patricia Neligan

Die Führung bot einen spannenden Einblick in die verschiedenen technischen Abteilungen des SWR. Schaltraum und Studioregie, das grüne, virtuelles Studio mit Kamerarobotern und ferngesteuerten Kameras, Tonstudio einschließlich Sprecher/innenräume und das Rechenzentrum waren Stationen der sehr interessanten Führung, auf der deutlich wurde, wie stark auch die Medienbranche von der Digitalisierung geprägt ist. Entsprechend viele Arbeitsplätze sind auch hier im technischen und insbesondere informationstechnischen Bereich zu finden.

Diskussion

Die Veranstaltung schloss mit einer Diskussion zum Thema "Wie wird ein Bewerbungsgespräch zu einem positiven Motivator zur Zusammenarbeit?"

Ausgehend von ihren Erfahrungen in den vorangegangenen Speeddatings diskutierten die Teilnehmerinnen in Gruppen zu sechs Personen diesbezüglich folgende Fragen:

  1. Welche fachlichen Aspekte haben Sie besonders inspiriert?
  2. Welche Rahmenbedingungen haben Sie besonders angesprochen?
  3. Welche emotionalen Erlebnisse haben Sie besonders begeistert?
Teilnehmerinnen

Foto: SWR/Patricia Neligan

Bezüglich der fachlichen Aspekte fanden die Studentinnen es besonders spannend, wenn im Miteinander gemeinsam ein mögliches Stellenprofil gezeichnet werden konnte.

Im Hinblick auf die Rahmenbedingungen regten die Studentinnen an, dass die Unternehmen Steckbriefe mitbringen, in denen sie hervorheben, welche Studienbereiche genau von ihnen gesucht werden und welche konkreten Rahmenbedingungen sie bieten.

Hinsichtlich der emotionalen Erlebnisse berichteten einige Studentinnen, dass sie besonders den Austausch auf Augenhöhe schätzten, innerhalb der zweiminütigen Speeddatings bereits einen nachhaltigen, emotionalen Eindruck erlangen konnten und sich dabei auch schon für oder gegen ein Unternehmen entschieden haben.

Virtuelle Pinnwand mit Notizzetteln

Diskussionsergebnisse "Wie wird ein Bewerbungsgespräch zu einem positiven Motivator zur Zusammenarbeit?"

Impressionen

 

Zusatzangebote und Servicemenü