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TeamUp – Mentoringprogramm von Studierenden für Studierende an der Hochschule Karlsruhe

Es gibt viele tolle Projekte die Studentinnen und Studenten der MINT-Fächer während des Studiums unterstützen. Aber meistens finden diese Angebote woanders statt – zumindest nicht dort, wo man selber studiert. Eine Möglichkeit daran etwas zu ändern ist selbst aktiv zu werden. Wie das gelingen kann zeigt Yuliya Bessedin, Studentin der Energie- und Automatisierungstechnik an der Hochschule Karlsruhe, die das Mentoringprogramm TeamUp ins Leben gerufen hat. Die Idee dazu kam ihr, nachdem sie die Veranstaltung Meet.Me von "Komm, mach MINT." besucht hatte. Bei Meet.Me ging es gezielt um die Vernetzung von Studentinnen untereinander und mit Unternehmen. "Komm, mach MINT." sprach jetzt mit Yuliya über die Möglichkeiten, die Studierende haben, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Yuliya, erzähl uns doch bitte, was dich konkret dazu bewogen hat, ein Mentoringprogramm aufzubauen.

Foto von zwei Frauen am Besprechungstisch

So ganz genau weiß man oft ja gar nicht was einem fehlt – bis zu dem Zeitpunkt, wo man andere Erfahrungen macht und feststellt: Hey, eigentlich läuft es doch so viel besser! Bei mir war das bei der Meet.Me-Veranstaltung der Fall. Ich habe da festgestellt, wie wichtig es ist, sich untereinander zu vernetzen und von den Erfahrungen anderer Studentinnen zu profitieren. Nicht zuletzt hat es mir auch einfach sehr viel Spaß gemacht, mich mit den anderen Teilnehmerinnen auszutauschen. Da war mir klar: Sowas möchte ich auch an meiner Hochschule haben.

Zurück an deiner Hochschule in Karlsruhe, wie hast du deine Idee in die Tat umgesetzt?

Ich habe als erstes Kontakt zur stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule, Prof. Sissi Closs, aufgenommen, die begeistert war von der Idee eines studentischen Mentoringprogramm. Wir haben dann gemeinsam überlegt, wie das umgesetzt werden kann. Schnell wurde klar, dass wir erst mal mehr darüber erfahren müssen, was die Studentinnen an der HS Karlsruhe sich wünschen – haben sie überhaupt Interesse an so einem Programm, würden sie sich als Mentorin engagieren oder als Mentee teilnehmen? Um diese Fragen beantworten zu können, haben wir im September 2013 eine Auftaktveranstaltung durchgeführt.

Was kam dabei heraus?

Besonders beeindruckt waren wir von dem regen Zuspruch, den wir bekommen haben. Bereits zur Auftaktveranstaltung kamen 12 Frauen. Alle fanden die Idee mit dem Mentoring super. Zwei der Anwesenden haben sich direkt dazu bereit erklärt als Mentorin mitzuarbeiten, alle anderen wollten als Mentee mitmachen.

Und wie ging es dann weiter?

Der Name für unsere Programm – TeamUp – war schnell gefunden und wir stießen überall an der Hochschule auf Akzeptanz und Unterstützung. Auch die Professoren finden gut, was wir machen und berichten den Studierenden in ihren Vorlesungen von der Möglichkeit bei uns mitzumachen. So kommen immer wieder neue Frauen hinzu, bzw. auch Männer.

Das heißt TeamUp steht nicht nur Frauen offen?

Nein, wir wollen alle Studierenden die sich austauschen wollen oder Probleme haben unterstützen, egal ob Frau oder Mann, egal welcher Herkunft, welchen Alters oder welcher Religion. Wir haben auch bereits einen männlichen Mentor, der seine Erfahrungen gerne weitergibt.

Wie organisiert ihr denn euer Mentoring? Habt ihr Tandems gebildet?

Das ganze läuft hauptsächlich über einen E-Mail-Verteiler. Über den werden alle wichtigen Informationen verbreitet, auch was es an interessanten Veranstaltungen etc. gibt. Tandems gibt es bei uns nicht, die Mentorinnen und Mentoren unterstützen alle Mentees und wenn es wichtige Themen zu besprechen gibt, treffen wir uns oftmals auch alle gemeinsam.

Ihr organisiert über TeamUp auch andere Veranstaltungen, wie beispielsweise Unternehmensbesuche oder ähnliches.

Ja genau, wir wollen über TeamUp natürlich auch außeruniversitäre Kontakte ermöglichen und waren beispielsweise bereits bei der Deutschen Bahn und auf der Messe women&work, wo wir viele Kontakte knüpfen konnten. Viele Unternehmen haben Interesse an studentischen Vereinigungen, und sind gerne bereit diese in der einen oder anderen Form, z.B. Werksbesichtigungen oder Role Models, zu unterstützen. Aber wir machen auch noch ganz andere Sachen, beispielsweise gehen wir an Grundschulen und machen dort Experimente mit den Kindern um diese für MINT zu begeistern.

Yuliya, nach einem Jahr TeamUp bist du jetzt fertig mit deinem Studium  – wie geht es weiter – für dich und für TeamUp?

Ich hoffe in Kürze eine tolle Stelle zu finden und möchte, wenn es irgendwie geht, bei TeamUp weiter unterstützen – am liebsten als Mentorin aus einem Unternehmen.

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