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Partner-News

GI beschließt Maßnahmen zur Förderung der Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) setzt sich für mehr Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit in der Informatik und der eigenen Mitgliedschaft ein. Die Frauenanteile in den Leitungsgremien und in der Mitgliedschaft des Vereins sollen steigen, das Fach soll für Mädchen und Frauen attraktiver werden.

Frauen und Mädchen den Zugang zur Informatik zu erleichtern – das ist angesichts zwar steigender, aber immer noch geringer, Anteile in Studium und Praxis ein Kernziel der Gesellschaft für Informatik. Das GI-Präsidium hat nun einstimmig Ziele und Maßnahmen zur Steigerung der Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit in der Informatik verabschiedet. Ziel des Positionspapiers und der Leitlinien ist es, die Anteile von Mädchen und Frauen sowohl in der Informatik als auch in der eigenen Mitgliedschaft, sowie den Leitungsgremien zu erhöhen.

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Informatik ist in unserer Satzung seit 1969 festgeschrieben. Mit den vom Präsidium einstimmig beschlossenen Empfehlungen wollen wir als Fachgesellschaft noch stärker darauf hinzuwirken. Wir streben beispielsweise eine Geschlechterquote von mindestens 30% für den Vorstand und das Präsidium an. Als größte deutschsprachige Informatik-Community kommt uns die Verantwortung zu, die Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.“

Christine Regitz, Präsidiumsmitglied und Sprecherin des verantwortlichen Arbeitskreises: „In einem umfangreichen Konsolidierungsprozess unter unseren Mitgliedern haben wir innerhalb eines Jahres kontrovers diskutiert, miteinander gerungen und nun im Präsidium mit überwältigendem Zuspruch zwei Papiere verabschiedet: Das Positionspapier definiert unsere Ziele zur Steigerung des Frauenanteils in der Informatik und in unserer Fachgesellschaft. Die komplementären Leitlinien identifizieren erste Maßnahmen, wie wir diese Ziele erreichen wollen.“

So sollen geeignete Kandidatinnen stärker gefördert werden; Vorstand, Präsidium und Geschäftsstelle sollen regelmäßig darlegen, welche Maßnahmen zum Erreichen der Ziele getroffen werden. Kandidierendenlisten für durch Wahlen zu vergebende Sitze im Präsidium sollen mindestens je 30 % Frauen und Männer aufweisen.

Bei von der GI ausgerichteten Veranstaltungen wird hinsichtlich der eingeladenen Rednerinnen und Redner die Ausgewogenheit der Geschlechter angestrebt. GI-Mitgliederinnen und -Mitglieder, die zur aktiven Teilnahme an externen Veranstaltungen eingeladen sind, sollen darauf hinwirken, dass die Veranstalterinnen und Veranstalter die Geschlechtergerechtigkeit beachten.

Im GI-Mentoringangebot wird darauf geachtet, dass sowohl weibliche Mentorinnen als auch weibliche Mentees angesprochen und bei der Umsetzung unterstützt werden um so in den Austausch mit nahbaren Vorbildern aus Wissenschaft und Praxis zu treten.

In der Außendarstellung und der internen Kommunikationsarbeit verpflichtet sich die GI in den Organen, Gliederungen und Geschäftsstellen gendergerechte Sprache zu verwenden und die Bildsprache dahingehend zu überprüfen und auszuwählen. Dafür sollen entsprechende Leitfäden geschaffen und kommuniziert werden.

Mit den verabschiedeten Zielen und Maßnahmen baut die Gesellschaft für Informatik auf bestehende Netzwerke und Ressourcen auf. Die Fachgruppe Frauen und Informatik ist seit 1986 aktiv. Die Gesellschaft für Informatik hat bereits seit 1999 eine Regelung zur geschlechtergerechten Sprache und ist Partnerin zahlreicher Initiativen, die sich für eine diverse IT-Landschaft einsetzen, wie die Initiative Klischeefrei, das Projekt Cybermentoroder der Deutsche Frauenrat.

Das Positionspapier und die Leitlinien sind online verfügbar.

Über den Präsidiumsarbeitskreis Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit der Gesellschaft für Informatik (GI)

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) verpflichtet sich ihrem Satzungsziel, die faktische Gleichstellung von Frauen in der Fachgesellschaft und in der Informatik zu fördern und zu unterstützen. Der Anfang 2019 gegründete Präsidiumsarbeitskreis „Chancen- & Geschlechtergerechtigkeit“ wurde eingesetzt, um neue Gleichbehandlungsziele und -maßnahmen zu erarbeiten und dauerhaft zu evaluieren. Weitere Informationen finden Sie unter gi.de/ak-geschlechtergerechtigkeit

Über die Gesellschaft für Informatik e.V.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist mit rund 20.000 persönlichen und 250 korporativen Mitgliederinnen und Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum. 2019 feiert die GI ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum. Seit 1969 vertritt sie die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik. Weitere Informationen finden Sie unter www.gi.de.

Die GI-Mitglieder binden sich an die Ethischen Leitlinien für Informatikerinnen und Informatiker der Gesellschaft für Informatik e.V.: gi.de/ethische-leitlinien

gi.de/chancen-und-geschlechtergerechtigkeit-in-der-informatik

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