Porträt Alexandra M.

Alexandra

Physik

Alexandra Mîrț (19) studiert Physik an der Westuniversität Temeswar (UVT) in der westrumänischen Stadt Timișoara. Sie rät Frauen ihre Ängste zu überwinden und einen Beruf im MINT-Bereich auszuwählen.

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren? Haben Sie erst eine andere Richtung eingeschlagen?

Um ehrlich zu sein basierte die Entscheidung für das Studium auf der Idee, es einfach zu versuchen. Ich war mir nicht sicher, was ich vom Leben will, noch bin ich es jetzt. In meiner damaligen Situation wäre eine einjährige Pause definitiv keine gute Idee gewesen, da ich in dieser Zeit nichts getan hätte und mit Sicherheit faul geworden wäre.

Haben Sie vor oder während des Studiums bereits praktische Erfahrungen gesammelt? (z.B. Nebenjobs, Teilnahme am Girls’ Day, Praktika od. Werkstudentinnentätigkeiten)

Die Erfahrungen, die ich gesammelt habe, stammen aus Studierendenorganisationen sowie der praktischen Arbeit im Labor unserer Fakultät. Im Labor konnten wir viele Erfahrungen durch die Durchführung von Experimenten sammeln, jedoch wurden wir in Bezug auf die, der Fakultät zur Verfügung stehenden Materialien oft enttäuscht. In den Studierendenorganisationen habe ich zudem Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Teamarbeit gelernt. Außerdem habe ich an Schulungen über Fundraising und Organisation teilgenommen.

Sind Sie in bestimmten Netzwerken oder Hochschulprogrammen involviert, die Sie unterstützt haben?

Ich bin in keinem solcher Projekte involviert, aber das wäre etwas, was ich mir wünschen würde. Ich denke bei den meisten Studierenden in den Bereichen der Wissenschaft, wie bei mir, ruft die Zukunft große Verwirrtheit hervor. Diese Art von Projekten könnte Ordnung in die Zukunftsorientierung bringen.

Welchen Rat würden Sie einer Schülerin mit auf den Weg geben, die überlegt, ein MINT-Fach zu studieren?

Nichts hindert eine Frau daran, einen Beruf in diesen Bereichen zu wählen, außer ihre eigenen Ängste. Eine qualitativ hochwertige professionelle Beratung würde dazu beitragen, die Zahl der Frauen in diesen Bereichen zu erhöhen. Diese Beratungen existieren zwar bereits, jedoch kommen sie nicht von Menschen aus dem entsprechenden Bereich. Ich habe zum Beispiel während meiner Schul- und Universitätszeit an Berufsberatungen teilgenommen, von denen ich allerdings nicht sagen kann, dass diese mir viel geholfen haben. Jungen träumen schon als kleine Kinder davon, Astronauten, Ingenieure oder vielleicht sogar Mathematiker zu werden. Mädchen machen dies seltener. Dies wirkt sich auf die spätere Berufswahl aus, da Jungen Jobs in den technischen Bereichen wählen, aber ein Mädchen, welches davon träumt Schauspielerin oder Sängerin zu werden, natürlich mehr von diesen Bereichen angezogen wird.

Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit mehr Frauen mathematisch-technische Berufe wählen?

Es sollte sich nichts ändern, es muss nur mehr Zeit vergehen bis die Idee der Gleichstellung überall ankommt. In den jüngsten Generationen ist bereits eine Veränderung zu beobachten und es ist zu erwarten, dass diese stufenweise voranschreitet.

Welche beruflichen Ziele haben Sie für Ihre Zukunft?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich einzig und allein auf dem Gebiet der Physik tätig sein möchte. Es wäre großartig im Bereich der Forschung zu arbeiten, aber gleichzeitig würde es mir nicht ausreichen. Mein Plan für die Zukunft und mein Ziel ist es, mein eigenes Geschäft zu eröffnen. Ich möchte mit einigen Freunden Videospiele entwickeln und gleichzeitig meine Kenntnisse aus dem Bereich der Physik nutzen, um Ideen für Kraftfahrzeuge und den Bereich der Optik zu entwickeln.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit?

Ich verbringe meine Freizeit in verschiedenen Bereichen. Ich fotografiere leidenschaftlich gerne und mache manchmal sogar Fotos bei Veranstaltungen. Außerdem liebe ich Grafik, öffentliches Sprechen, Mode, Wirtschaft, aber auch Elektronik und Programmierung. Grundsätzlich nutze ich meine ganze Freizeit für Dinge, die mir Spaß machen.

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