Papierpyramide ohne Schere und Leim
Infos zum Experiment
Bis 10 Jahre
11 bis 14 Jahre
Bis zu 30 Minuten
intoMINT 4.0 - Hochschule Anhalt, Campus Köthen, Fachbereich für Informatik und Sprachen
Materialien
1 DIN A4-Blatt

Beschreibung des Experiments
Schritt 1: Falte das Din A4-Blatt in der Mitte parallel zur langen Seite.
Schritt 2: Falte noch zweimal parallel zur Längsseite, sodass vier gleich große Flächen entstehen.
Schritt 3: Nimm nun die obere rechte Ecke und falte ein Dreieck. Die Spitze des Dreiecks muss dabei genau auf der mittleren Faltkante liegen und in der linken oberen Ecke soll eine Spitze entstehen.
Schritt 4: Nun nimm die linke obere Ecke und falte sie an den rechten Rand, sodass in der rechten oberen Ecke eine Spitze entsteht.
Schritt 5: Und weiter geht’s. Klappe das Dreieck um und falte die rechte obere Ecke nach unten, sodass wieder ein Dreieck entsteht.
Schritt 6: Und dann noch einmal die linke obere Ecke nach unten falten.
Schritt 7: Ein kleiner Rest Papier bleibt übrig. Auch den faltest du an der Kante an das Dreieck.
Schritt 8: Nun falte dein Papier wieder ein Stück auf. Du siehst vier vollständige Dreiecke, zwei auf der Spitze, zwei auf der Kante plus die zwei kleineren Dreiecke auf der linken und der rechten Seite.
Schritt 9: Wenn du die rechte Seite ein bisschen zusammendrückst, siehst du, dass sich eine Öffnung bildet.
Schritt 10: In diese Öffnung schiebst du nun die Kante unterhalb des kleinen Dreiecks der linken Seite.
Schritt 11: Und fertig ist die Pyramide, ganz ohne Schere und Leim.
Erklärung
Eine Pyramide ist eine einfache geometrische Form – und doch ist ihr Bau nicht trivial und forderte von den Ägyptern einiges an mathematischem Wissen und bautechnischem Können.
Der Untergrund musste exakt ausnivelliert, d. h. geglättet und begradigt werden und stabil genug sein, um ein Absinken im Laufe der Zeit zu vermeiden. Die Grundfläche musste ein exaktes Quadrat sein, mit vier rechten Winkeln ohne die geringste Abweichung. Der genaue Mittelpunkt des Quadrates musste bestimmt werden. Die Kanten der Pyramide sollten genau nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet sein. Die Seitenwände mussten ebene Flächen bilden und durften keine konkave oder konvexe Krümmung aufweisen. Die Neigungswinkel der Seitenflächen mussten exakt gleich sein, damit die Spitze der Pyramide genau über dem Mittelpunkt ausgerichtet war.
Fotoquelle: IntoMINT 4.0
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