Save the date: Netzwerktagung 2020

Publikumsaufnahme

Die Geschäftsstelle des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen Komm, mach MINT lädt alle Partnerinnen und Partner zur Netzwerktagung 2020 zum Thema "W³ - Was wirklich wirkt! Wie sich Vielfalt in Unternehmen und Hochschulen positiv auswirkt" nach Berlin ein.

Die Netzwerktagung findet statt am 21. und 22. September 2020 (von 16:00 Uhr bis ca. 20:30 Uhr am ersten Tag sowie von 9:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr am zweiten Tag) im FUTURIUM, Alexanderufer 2, 10117 Berlin - direkt am Spreeufer zwischen Reichstag und Hauptbahnhof.

Die Netzwerktagung beschäftigt sich mit folgenden Fragestellungen:
  • Wie kann erfolgreiche Diversität in Organisationen nach Innen und Außen kommuniziert werden und zum Firmenerfolg beitragen?
  • Diverse Teams in MINT-Branchen brauchen (auch) weibliche Fachkräfte – welche Faktoren sind bei der Zielerreichung erfolgreich?
  • Wie können Unternehmen erfolgreich MINT-Frauen rekrutieren und gemischte Teams zusammenstellen?
  • Wie gelingt ein erfolgreicher Kulturwandel in Unternehmen oder Institutionen?
  • Wie kann die Qualität von Vielfalt gemessen werden?

Bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor. Das Programm wird zeitnah an dieser Stelle veröffentlicht.

WICHTIG: Infos zu Übernachtungsmöglichkeiten

Aufgrund einer Großveranstaltung zu diesem Termin in Berlin gibt es nur ein eingeschränktes Hotelangebot. Wir empfehlen Ihnen daher eine zeitnahe Buchung und haben für Sie in vier Hotels bereits reserviert. Informationen dazu erhalten Sie bei Petra Hagen, hagen@komm-mach-mint.de. Die Übernachtungskosten tragen die teilnehmenden Organisationen jeweils selbst.

Kontakt:

Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Christoph Kröger, kroeger@komm-mach-mint.de, 0521. 106 70552

Sarah Robrecht, robrecht@komm-mach-mint.de, 0521. 106 7382

Infobox

Netzwerktagung 2020

21. und 22. September

FUTURIUM, Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Dokumentation Netzwerktagung 2018

"Digital Mindchange – Wie Unternehmen und Frauen vom digitalen Wandel in der Arbeitswelt profitieren (können)"

Am 15. und 16. November 2018 im Forum Adlershof, Berlin.

Frau ist mit Post-its beklebt

15. November 2018

Begrüßung

MinR'in Christina Hadulla-Kuhlmann, Leiterin des Referats "Chancengerechtigkeit und Vielfalt in Wissenschaft und Forschung" im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) begrüßte die Anwesenden. Sie betonte, dass Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Teilhabe eine besondere Bedeutung für eine zielgruppen- und geschlechtergerechte Digitalisierung haben. Mit der Förderlinie "Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen" zielt das BMBF darauf ab, mehr junge Frauen und weibliche Nachwuchskräfte für die Zukunftsbranchen im MINT-Bereich zu gewinnen.

Der Fokus der im Rahmen von "Komm, mach MINT." geförderten Projekte liegt auf der Informationstechnologie. An ausgewählten Projektbeispielen zeigte die Ministerialrätin auf, wie eine gendergerechte Berufs- und Studienwahlorientierung gelingt und wie Berufseinsteigerinnen und High-Professionals in MINT unterstützt werden können. Frauen sollen damit alle Möglichkeiten offen stehen, den digitalen Wandel in Deutschland aktiv mitzugestalten.

Vortrag "Stop fixing the Women – Warum wir die Arbeitskultur im digitalen Zeitalter für Frauen verändern müssen"

Robert Franken, Consulting Digital Business, Köln

Robert Franken zeigte in seinem Vortrag an vielfältigen Beispielen auf, dass in der Diskussion zu den Themen "Frauen und MINT" und "Frauen in Führung" viel zu wenig die Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden, die in den Unternehmen vorzufinden sind. Maßnahmen zur Frauenförderung zielen zumeist darauf ab, dass sich die Frauen an das vorhandene System anpassen sollen. In Bezug auf Führung heißt das beispielsweise, dass nach wie vor der männliche Führungsstil die Norm ist, an die sich Frauen anzupassen haben. Dadurch geht viel Potenzial verloren.

Die digitale Transformation bietet vielfältige Möglichkeiten Veränderungen herbeizuführen, denn mehr und mehr Unternehmen erkennen, dass sie ihre Unternehmens- und Führungskultur verändern müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Diversity kann hier als Bewältigungsstrategie dienen und zu mehr Chancengerechtigkeit und Vielfalt in den Unternehmen führen – diese Gelegenheit gilt es zu nutzen!

Vortrag "Wie gewinnen Frauen durch die Digitalisierung?"

Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin, Institut für Beschäftigung und Employability der HS Ludwigshafen

Prof. Dr. Jutta Rump betonte zu Beginn ihres Vortrags, dass die digitale Transformation immer mit sozialen Innovationen einhergehen muss. Human Centric Engineering (HCE) ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung. Es geht darum, die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt menschenwürdig zu gestalten. Am Beispiel des magischen Dreiecks der Nachhaltigkeit im System Arbeit zeigte Prof. Dr. Rump auf, dass sowohl die Beschäftigten, als auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Verantwortung dafür haben, den strukturellen Veränderungen und Anforderungen in der Arbeitswelt 4.0 zu begegnen. Das Dreieck besteht aus den drei Eckpunkten: Kompetenzen/Qualifikationen; Identifikation/Motivation und Gesundheit/Wohlbefinden. Chancen für Frauen durch die Digitalisierung sieht sie unter anderem in der Flexibilisierung und Individualisierung von Berufen und der Neuausrichtung der Berufe, durch die die noch vorhandene, geschlechtsstereotype Wahl der Berufe aufgebrochen werden kann. Auch ein Mehr an Frauen in Führung ist durch die Digitalisierung möglich, denn Demokratisierung und zunehmende Partizipation in Beschäftigungs-/ Arbeits-/ Führungsmodellen setzen Sozialkompetenzen und Soft Skills voraus. Damit steigt die Bedeutung von Frauen in Führung.

Vortrag "Women Ressource 4.0 – Potenziale und Kompetenzen weiblicher Fachkräfte für die digitalisierte Arbeitswelt"

Prof. Dr. Swetlana Franken, FH Bielefeld

Prof. Dr. Swetlana Franken machte in ihrem Vortrag deutlich, dass es beim Thema Digitalisierung nicht nur um die Technik geht, sondern darum, wie Menschen diese Digitalisierung mitgestalten können und wie insbesondere das kreative Potenzial von Frauen für die Gestaltung des Digitalisierungsprozesses erschlossen werden kann. Ferner zeigte sie auf, das Unternehmen bei der Besetzung neuer Stellen gezielt nach Frauen suchen, weil gemischte Teams andere und neue Sichtweisen einbringen, positive Auswirkungen auf das Arbeitsklima haben und das Image des Unternehmens erhöhen. Des Weiteren ging Prof. Dr. Franken darauf ein, dass die Digitalisierung von Führungskräften ein neues Denken und einen neuen Führungsstil verlangt: mehr Partizipation, Kommunikation und Beziehungsarbeit, Inspiration und Delegieren.

Aktivierender Austausch aller Teilnehmenden

Moderation: Christoph Kröger, Geschäftsstelle Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen

Mit Hilfe einer soziometrischen Übung wurde im Anschluss an die Vorträge auch körperliche Bewegung in die Veranstaltung gebracht. Die Teilnehmenden konnten sich zu verschiedenen Aussagen im Saal positionieren, entweder bei "Ja", bei "Nein" oder im Raum dazwischen. Anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, die Wahl ihrer Position näher auszuführen, was spannende und neue Denkanstöße zutage brachte. Folgende Aussagen standen zur Diskussion:

  • "Sinn, Freiraum, Weiterbildung und Perspektiven – wichtiger als Gehalt."
  • "Die besten Teams sind nicht homogen, sondern divers und konfliktbereit."
  • "Können sich flache (oder alternative) Hierarchien positiv auf Frauenkarrieren auswirken?"

Einblick in die MINT-relevante Projektförderung des BMBF

Im Rahmen der Förderlinie "Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen" fördert das BMBF Projekte, um weibliche Nachwuchskräfte für MINT-Berufe zu gewinnen. Dazu gehören Angebote zur Berufs- und Studienwahlorientierung für Schülerinnen sowie Coaching- und Vernetzungsangebote für Studentinnen, Berufseinsteigerinnen und Young Professionals in MINT-Berufen und interaktive Beteiligungsformate. Vertreterinnen und Vertreter von fünf Projekten stellten ihre Arbeit zum Schwerpunkt Digitalisierung vor. Ein Überblick über alle in der Förderlinie geförderten Projekte ist unter folgendem Link zu finden: komm-mach-mint.de/bmbf-gefoerderte_projekte

16. November 2018

Pinnwand mit Polaroids und Visitenkarten

Begrüßung und Bericht zur Arbeit der Geschäftsstelle

Dr. Ulrike Struwe, Leiterin der Geschäftsstelle "Komm, mach MINT." startete den zweiten Tag der Netzwerktagung mit einem Bericht zur Arbeit der Geschäftsstelle im Jahr 2018. Neue Veranstaltungs- und Workshopformate für Schülerinnen und Studentinnen wurden ebenso vorgestellt wie die neuen Paktpartnerinnen und -partner und die Entwicklung der Daten und Fakten bezüglich Frauen in MINT-Studiengängen. 

Bericht aus der Geschäftsstelle, Dr. Ulrike Struwe, 2018 PDF, 4 MB

Workshopangebote

In den Workshops wurden gemeinschaftlich Prototypen und Empfehlungen zu folgenden Fragestellungen entwickelt: 

  • Welche Meilensteine gibt es auf dem Weg in das digitalisierte Unternehmen?
  • Wie gelingt „Gender- und Diversity-Change-Management“?
  • Welche Mehrwerte können durch geschlechtersensibel gestaltete Veränderungen entstehen? 

Workshop 1: "Woman Ressource 4.0 – Potenziale und Kompetenzen weiblicher Fachkräfte für die digitalisierte Arbeitswelt"

Prof. Dr. Swetlana Franken, Fachhochschule Bielefeld

Prof. Dr. Franken startete den Workshop, indem sie einen Einblick in die Arbeit der Denkfabrik "Digitalisierte Arbeitswelt" an der Fachhochschule Bielefeld gab. Die im Rahmen der Denkfabrik durchgeführten Workshops unterstützen Frauen dabei, ihr Talent und ihre Kreativität für die Gestaltung der Digitalisierung zu erkennen.

Damit Frauen im Digitalisierungsprozess mitreden können, spielen viele Facetten eine Rolle: flache Hierarchien, partizipative Strukturen, die Wertschätzung diverser Talente ebenso wie individuelle Kompetenzen des Selbstschutzes. Um weitere kreative Visionen und Ideen für mehr Teilhabe von Frauen an der digitalen Transformation zu identifizieren, bildeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops anschließend drei Teams zu folgenden Fragestellungen: "Wie können Frauen die digitale Transformation mitgestalten?", "Warum sind Geschlechterstereotype nach wie vor so lebendig?" und "Wie kann die gläserne Decke durchstoßen werden, die Frauen auf dem Weg in Führungspositionen ausbremst und welche Rolle kann die digitale Transformation dabei spielen?" 

Workshop 2: "Von Querdenker/innen und Macher/innen – Warum interdisziplinäre Teams, Entscheidungsfreiräume und Agilität auf allen Ebenen in Organisationen Veränderung schaffen"

Jennifer Kotula, Leiterin Digital Business und EASY in der deutschen Vertriebsgesellschaft, Claas KGaA mbH, Harsewinkel

Jennifer Kotula gab am Anfang des Workshops einen kurzen Überblick über das Unternehmen Claas, das Maschinen und Geräte für die Landwirtschaft produziert. Die Digitalisierung in diesem Bereich zeigt sich in den Maschinen selbst, die mit vielfältigen digitalen Funktionen ausgestattet sind, sowie in den diversen digitalen Zusatzprodukten, die online – auch zeitlich begrenzt – hinzugekauft werden können.

In dem ursprünglich klassisch aufgestellten Unternehmen werden mittlerweile auch agile Arbeitsweisen mit flachen Hierarchien umgesetzt, so dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kleinen Teams ihre Ideen und Visionen für neue Geschäftsmodelle einbringen können. Um die Dynamik dieser Arbeitsweise kennenzulernen, konnten die Teilnehmenden anschließend in verschiedenen Gruppen der Frage nachgehen: "Was glauben Sie, wie wird die Landwirtschaft 4.0 aussehen?"

Workshop 3: "Von flachen Hierarchien und Lebensphasenflexibilität: Aus der Praxis für die Praxis"

Sylvia Kuhn-Georg, Office- und Eventmanagement, und Mareike Lissek, Web-Entwicklung, comspace GmbH & Co. KG, Bielefeld

Am Anfang des Workshops gaben die Referentinnen Sylvia Kuhn-Georg und Mareike Lissek einen kurzen Einblick in die Arbeitsweise und -gestaltung im Unternehmen comspace. Comspace ist eine Digitalagentur mit 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer flachen Hierarchie. Es gibt Teams zu den verschiedenen Arbeitsbereichen, die größtenteils selbstbestimmt arbeiten und sich selbst organisieren. Als Arbeitszeitmodell wird das der Lebensphasenflexibilität gelebt, das heißt, es geht nicht nur um Familienfreundlichkeit, sondern um work-life-balance, die für jede und jeden verschieden sein kann.

Im anschließenden World-Café wurde an verschiedenen Thementischen den Fragen nachgegangen, wie die ebenfalls bei comspace praktizierten Formate und Methoden "Open Space", "mobiles Arbeiten", "Ask me Anything" und "selbstorganisierte Teams" ein Vorteil für Frauen in der Arbeitswelt sein können und wie jede/jeder sich die Umsetzung im eigenen Arbeitsumfeld vorstellen kann.

Twitter zu #MINTNWT18

Auf der Netzwerktagung wurde auch getwittert. Mit dem Hashtag #MINTNWT18 berichtete die "Komm, mach MINT."-Geschäftsstelle & die Teilnehmenden live über interessante Beiträge. Einen Überblick über die gesendeten Tweets und dazugehörigen Fotos erhalten Sie unter: 

twitter.com/search=MINTNWT18

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