Ausprobieren – der beste Weg eigene Interessen zu erkennen

Schülerin denkt nach

Schulpraktika

Um einen wirklich guten Einblick in einen Beruf zu bekommen, ist es am besten, praktische Angebote wahrzunehmen. An vielen Schulen sind Schulpraktika deshalb verpflichtend. Oftmals ist hier schon klar, in welchen Bereichen die Jungs und in welchen die Mädchen ihr Praktikum absolvieren. Ermutigen Sie Ihre Tochter, sich jenseits dieser Erwartungen auf eine Praktikumsstelle im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu bewerben – nur so kann sie herausfinden, ob eine Ausbildung/ein Studium in diesem Bereich das Richtige für sie ist.

Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag

Ein erstes Reinschnuppern in Technik und Naturwissenschaften ist auch über den Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag möglich. An diesem jährlich im April stattfindenden Tag öffnen Unternehmen, Betriebe, Behörden und Forschungseinrichtungen ihre Türen und geben Schülerinnen ab der Klasse 5 die Gelegenheit, die Berufsfelder von Technik, Mathematik, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften in der Praxis kennenzulernen. Unter www.girls-day.de sind alle wichtigen Informationen zum Girls’Day zusammengetragen. Die Aktionslandkarte auf der Seite gibt einen Überblick über die angebotenen Girls’Day-Plätze. Eine Anmeldung ist online möglich.

1.000 weitere Schnupperangebote auf www.komm-mach-mint.de

Neben dem Girls’Day besteht das ganze Jahr über die Möglichkeit MINT auf vielfältige Art und Weise zu entdecken. Bereits 1.000 solcher Projekte, die es sich zum Ziel gesetzt haben, junge Menschen für MINT zu begeistern, sind auf der MINT-Karte gebündelt. Hier haben Schülerinnen die Möglichkeit, nach Schnuppertagen, Workshops oder Kinderunis in ihrer Nähe zu suchen. Wie und wo MINT überall ausprobiert werden kann, zeigt ein Blick auf die Projektlandkarte. Über die Auswahl kann die Art des Projekts, der Institutions-Typ, die Zielgruppe, das MINT-Fach und der Ort ausgewählt werden.

Hochschulangebote: vielfältige Angebote speziell für Mädchen

Wird als Institutions-Typ „Hochschule“ gewählt und als Zielgruppe „Schülerinnen“, zeigt sich, wie vielfältig heute das Angebot an den Hochschulen ist. Neben den klassischen eintägigen Schnupperangeboten bieten viele Hochschulen mittlerweile mehrtägige Workshops, Sommer- oder Herbsthochschulen an, um Schülerinnen einen intensiven Einblick in MINT zu ermöglichen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in den einzelnen MINT-Fachrichtungen auszuprobieren.

In Thüringen ist es beispielsweise die Campus Thüringen Tour (CTT), mit der die sieben thüringischen Hochschulen, die ein Studium im MINT-Bereich anbieten, Schülerinnen der Klassen 10 – 13 zu einem MINT-Studium ermutigen wollen. Eine Woche lang fährt ein Bus mit den Schülerinnen von Hochschule zu Hochschule, wo sie interessante Workshops, Einblicke in Forschungslabore und der direkte Kontakt zu Studierenden erwarten. Der Bau eines Solarmotors steht ebenso auf dem Programm wie Experimente zu Wärme und Licht. Übersicht Orientierungsstudium

Studienwahl

Ob ein Studium an einer Universität, einer Fachhochschule oder ein duales Studium das Richtige für Ihre Tochter ist, hängt von den individuellen Neigungen ab. Grob gesagt, sollte, wer in die Forschung möchte, an einer Universität studieren. Dort wird jede Menge theoretisches Wissen mit technischem Grundlagenwissen verknüpft. Stärker auf die praktische Anwendung sind die Fachhochschulen (Hochschulen oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften) ausgerichtet. Das Duale Studium verzahnt Theorie und Praxis noch stärker. Hier wird parallel zu einem Studium eine Ausbildung absolviert. 
Weitere Infos: www.think-ing.de/think-ing/das-ingenieurstudium/studienarten

Fast alle Universitäten und Hochschulen bieten Tage der offenen Tür oder ähnliche Veranstaltungen an, um ihre Studienbereiche vorzustellen. Ermutigen Sie Ihre Tochter, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, oder besuchen Sie diese gemeinsam.  Viele Hochschulen bieten parallel zu den Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler Informationsangebote für Eltern an. Ein Blick auf die Websites der infrage kommenden Hochschulen lohnt sich. Hier können Sie Fragen klären, beispielsweise welche Berufe hinter den Fächern stecken, oder welche Aussichten Ihre Tochter damit auf dem Arbeitsmarkt hat.

Online Self-Assessments für den MINT-Bereich ermöglichen es, noch einmal die eigenen Fähigkeiten zu überprüfen. 

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