DIY Blitzquark

Infos zum Experiment

Naturwissenschaften
Alter

11 bis 14 Jahre

Ab 15 Jahren

Dauer (inkl. Vorbereitung)

Bis zu 1 Stunde

Eingereicht von

intoMINT 4.0 - Hochschule Anhalt, Campus Köthen, Fachbereich für Informatik und Sprachen

Materialien

1 Kaffeefilter

1 Trichter

1 hohes Gefäß

1 Dessertschälchen

Zitronenpresse

1 Esslöffel

Zusatzanschaffungen

250 bis 300 ml Milch

eine halbe Zitrone

Beschreibung des Experiments

Weiß und lecker: Ob als Brotaufstrich, Dessert oder im Kuchen, Quark ist vielseitig einsetzbar. Es gibt ihn in jedem Supermarkt zu kaufen. Doch du kannst ihn dir auch ganz einfach und schnell zu Hause selber herstellen.

So geht's:

  1. Gieße Milch in dein Schälchen. Achte darauf, dass noch Platz für den Zitronensaft und zum Umrühren in deinem Gefäß ist.
  2. Presse eine Zitrone aus und gib den Saft in dein Gefäß mit der Milch.
  3. Rühre das Milch-Zitronen-Gemisch gut um. Du wirst merken, dass sich rasch Klümpchen in der Milch bilden.
  4. Bereite deinen Trichter für die Filtration vor. "Kleide" ihn dazu mit dem Kaffeefilter aus.
  5. Gieße dein Milch-Zitronen-Gemisch nach und nach in den Kaffeefilter. Warte, bis der Quark komplett abgetropft ist. Das dauert 20 bis 30 Minuten.
  6. Wenn dein Quark komplett abgetropft ist, kannst du ihn dir nach Belieben zubereiten.

Erklärung

Gibst du deinen Zitronensaft zum Quark und rührst um, merkst du, dass sich in der Milch kleine Klümpchen bilden. Das ist bereits der Quark, den du später genüsslich verspeisen kannst. Mit Hilfe des Kaffeefilters im Trichter und der Schwerkraft trennst du ihn von der ihn umgebenden Flüssigkeit. Das Wasser wird übrigens Molke genannt und schmeckt ebenfalls sehr lecker.

Durch die im Zitronensaft enthaltene Säure gerinnt das Milcheiweiß (=Milchprotein), um genau zu sein das in der Milch enthaltenden Kasein. Dies macht circa 80 % des Milchproteins aus. Die restlichen 20 % gehören zur Gruppe der Molkeproteine. Diese sind, im Gegensatz zum Kasein, säureunempfindlich und sehr hitzeempfindlich.

Du erinnerst dich sicher daran, dass Proteine aus verschiedenen einzelnen Aminosäuren aufgebaut sind. Eine Aminosäure setzt sich wiederum aus einer Aminogruppe (N), einer Carboxylgruppe (-COOH) und einer Restgruppe, die die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Aminosäure bestimmt, zusammen. Aminosäuren bilden nun lange, unverzweigte Ketten. Das ist das sogenannte Protein. Dabei entsteht zwischen der Carboxylgruppe der ersten Aminosäure und der Aminogruppe der darauffolgenden Aminosäure eine Peptidbindung.

Gibst du nun eine Säure, in unserem Projekt Zitronensäure, hinzu wird die Peptitbindung gespalten. Die Struktur des Proteins ändert sich. Dabei wird das Protein wasserunlöslich und flockt aus. Diesen Vorgang nennt man Denaturierung. Nun kannst du die Flüssigkeit, Molke genannt, abfiltrieren.

Fotoquelle: intoMINT 4.0

Bestätigen für mehr Datenschutz:

Erst wenn Sie auf OK klicken, können Sie den Artikel auf empfehlen. Nach Ihrer Empfehlung werden keinerlei Daten mehr an oder Dritte gesendet.

Mehr dazu hier: Datenschutzerklärung

OK
Abbrechen