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MINT-News

Die digitale Transformation muss gestaltet werden

"Die digitale Transformation gemeinsam gestalten" lautete das Thema der Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts "Women Ressource 4.0", welches sich mit den Potenzialen von qualifizierten Frauen, darunter auch mit Zuwanderungsgeschichte, für die Industrie 4.0 befasst. Es waren sich alle Teilnehmenden der Konferenz einig, dass die Arbeitswelt 4.0 im Interesse der Menschen partizipativ gestaltet werden soll.

Das Projekt "Women Ressource 4.0" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderlinie "Erfolg mit MINT - Neue Chancen für Frauen" gefördert.

Nach einer kurzen Begrüßung der rund 70 Teilnehmenden am 17. Oktober um 11 Uhr im dbb forum berlin durch die Projektleiterin und Leiterin der Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt der FH Bielefeld Prof. Dr. Swetlana Franken und ihrem Team, startete Oliver Bracht von der Eoda GmbH mit seinem Vortrag zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning und zeigte Möglichkeiten und Grenzen von KI auf. Demnach wird KI häufig überschätzt und nur der Mensch ist imstande neuartige Aufgaben zu erfüllen, Kontexte zu erkennen und vor allem kreativ zu sein.

Als zweite Referentin gab Dr. Pia Gausemeier Einblicke in die Digitalisierung der Produktion bei Miele und zeigte anhand eines „digitalen Rundgangs“ konkrete Anwendungen aus den Bereichen Data Analytics und 3D-Drucken. Diese Industrie 4.0-Weiterbildungsrundgänge gibt es auch in „analoger, realer Form“ für alle Mitarbeitenden von Miele – „mit überwältigendem Feedback“, so Gausemeier, denn: „Unwissenheit führt zu Ängsten“. Anhand der sogenannten „I4.0-Sprints“ wird die Belegschaft mitgenommen und aufgeklärt und die neuen Technologien für alle greifbar und transparent gemacht.

Ist die menschliche Intelligenz und Lernfähigkeit ein Auslaufmodell? Mit der Beantwortung dieser Frage griff Prof. Dr. Sabine Pfeiffer der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Themen des ersten Vortrags auf und plädiert für das Einbeziehen der Belegschaft beim Implementieren von KI und Machine Learning im Unternehmen, denn laut Pfeiffer bewältigen 74% der Beschäftigten unvorhergesehene Situationen am Arbeitsplatz und „das kann KI nicht“.

Ob die Digitalisierung der Arbeit nun ein Fluch oder einen Segen darstellt, diskutierten die Referentinnen und der Referent nach dem Mittagessen gemeinsam mit dem Publikum. Demnach bietet die Digitalisierung Chancen für Frauen: Nicht nur die Möglichkeiten der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Flexibilisierung von Arbeit wurden genannt, sondern auch ein durch die Digitalisierung veränderndes Mindset, was Diversität bewusst anstrebe. Als Kernkompetenzen werden in der Digitalisierung vor allem die kommunikativen Kompetenzen genannt, um zwischen den unterschiedlichen Fachkulturen zu „übersetzen“ und diese zusammenzubringen.

Laut den Ergebnissen des Forschungsprojekts Women Ressource 4.0, welche Malte Wattenberg im Anschluss präsentierte, decken sich die von jungen Frauen genannten erforderlichen Kompetenzen für die digitalisierte Arbeitswelt fast vollständig mit den Erwartungen der Unternehmensvertreter(innen). Junge Frauen sind sich über die Notwendigkeit der für die Gestaltung der digitalen Wende notwendigen Kompetenzen bewusst und legen dabei viel Wert auf IT-, Medien- und Problemlösekompetenz. Mit der stetigen Weiterentwicklung dieser Kompetenzen qualifizieren sie sich für die Führungspositionen in der digitalisierten Arbeitswelt. Neben den Ergebnissen aus der Forschung lud Wattenberg alle Teilnehmenden auf eine Reise durch die sonstigen Ereignisse des Forschungsprojekts ein und gab anhand von Fotos einen Überblick über alle durchgeführten Aktivitäten. Als Kernergebnis des Projekts hält Wattenberg fest, dass „unsere Maßnahmen wesentlich dazu beigetragen haben, jungen Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte eine individuelle Kompetenzförderung zu bieten sowie eine Vernetzung mit Vertreter(inne)n aus den MINT-Berufen ermöglicht hat“.

Mit seinem Vortrag läutete Wattenberg den zweiten Teil der Konferenz ein, in dem es um Frauen als (Mit-)Gestalterinnen der Digitalisierung ging. Neben zwei sehr spannenden Vorträgen von erfolgreichen jungen Frauen, welche über ihre Mitgestaltung der digitalen Transformation bei der Deutschen Bahn und bei Schüco referierten, schloss die Konferenz mit einer interaktiven Gesprächsrunde zum Thema „Braucht digitale Transformation Chefinnen?“ mit dem Publikum und den Referentinnen und Referenten ab.

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